60.000 Tonnen Pellets pro Jahr aus Prinz-Eugen-Energiepark 

So  lässt sich aus Holzspänen  Wärme  und Strom erzeugen 

Neues Team am Pelletwerk: Geschäftsführer der Prinz Eugen Energiepark GmbH ist Jochen Sautter (rechts). Links Blue Energy-Consultant Stephan Ertle. In der Mitte der Werksleiter Günter Saure. Im Hintergrund ein Energie-Container. Fotos: Armin Haß

 Mengeringhausen. Das Pelletwerk „Prinz-Eugen-Energiepark“ im Bioenergiepark Mengeringhausen ist nach dem Verkauf von Juwi an die Entwicklungsgesellschaft Blue Energy Europe (BE) 2015 umgerüstet worden. BE setzt dabei ausschließlich auf die Produktion von Pellets und nicht mehr auf Briketts .

Als Juwi das Werk 2012 eröffnete, das seine Prozesswärme aus dem benachbarten Holzheizkraftwerk bezieht, , betrug die Produktivität bei den Pellets pro Jahr 30.000 Tonnen, bei den Briketts lag die Kapazität bei 15.000 Tonnen. Doch die gepressten Holzspäne-Quader brachten aufgrund der Konkurrenz von billigerer Ware nicht die erhofften Einnahmen.

Das wird produziert

Durch die Umrüstung der Anlage ist das Unternehmen in der Lage, pro Jahr 70.000 Tonnen herzustellen. Aktuell werden an 365 Tagen 60.000 Tonnen hergestellt, die in Säcken für kleinere Heizanlagen (Anteil: 25 Prozent) oder in Silozügen für Großabnehmer vertrieben werden. Baumärkte oder der Holzmarkt Blume in unmittelbarer Nachbarschaft bieten die Pellets an.

Verarbeitet werden Späne, hauptsächlich aus Sägewerken im Umkreis von 80 Kilometern, und von Händlern. 400.000 Kubikmeter werden dafür im Jahr verarbeitet. Erlaubt und für die Festigkeit erforderlich ist eine Beimischung von zwei Prozent (Mais)stärke. 100 Lastwagen rollen pro Woche an.

So läuft die Herstellung

Blue Energy sieht sich in dem Investment bestätigt. „Der Pelletmarkt ist mit einem Anstieg von 11,36 Prozent beim Absatz ein Wachstumsmarkt“, sagt Stephan Ertle, Consultant bei BE.

Die Produktion läuft vollautomatisch, für die Betreuung der Anlage sind sechs Mitarbeiter unter der Regie von Werksleiter Günter Saure im im Drei-Schicht-Betrieb im Einsatz. Um die Anlage bei Juwi optimal zum Laufen zu bringen, waren zwölf Beschäftigte tätig.

Die neue Geschäftsführung will die Prinz-Eugen-Energiepark-Gesellschaft im regionalen Umfeld stärker etablieren.

Das ist geplant

Dabei setzt der Geschäftsführer Jochen Sautter auf Kontakte mit der Stadt Bad Arolsen. Im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes und als Klimaschutzkommune böten sich Ansatzpunkte, etwa bei dem Einsatz von Heizungen und Energieanlagen, die mit Holzpellets betrieben würden. Schließlich entstehe bei der Verbrennung deutlich weniger Kohlendioxid als bei fossilen Energieträgern ausgestoßen. Zudem setzt das Unternehmen auf die zusätzlichen Fördermöglichkeiten, die der Stadtumbau in der Kernstadt Arolsen und in Helsen sowie bei der Dorfentwicklung im Stadtgebiet etwa bei der Sanierung von privaten und öffentlichen Gebäuden im Bereich der Energieeinsparung und der Verringerung von Treibhausgasen bieten.

Der Projektentwickler Blue Energy bietet Energiecontainer und das Contracting an, bei dem das Unternehmen von dem Einbau bis zur Wartung der Pelletheizung alles selbst übernimmt und nur noch die Wärme verkauft.

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