Baltische Ritter kooperieren mit Sababurg-Pächter 

So sieht die Zukunft von Schloss Höhnscheid aus

Ab Mai mit neuem Pächter: Schloss Höhnscheid von der Südseite mit Terrassengarten. Fotos: pr

Bad Arolsen-Bühle. Nun geht es Schlag auf Schlag: Das Schloss Höhnscheid wurde erst im Dezember von der  Domanialverwaltung an die  Pächter, den Verband der Baltischen Ritterschaften, verkauft. Im Mai wird der  Pächter der Sababurg-Gastronomie, Günther Koseck, dort den Hotelbetrieb eröffnen.

Aktuell finden umfangreiche Renovierungsarbeiten statt, zu ihrer Mitfinanzierung hat sich die Domanialverwaltung per Kreistagsbeschluss vom Dezember verpflichtet.

Was wird saniert?

Derzeit werden die Hotelbäder komplett erneuert, alle Tagungs- und Gesellschaftsräume umgestaltet und wird über insgesamt sieben Kilometer ein eigenes Glasfaserkabel zur Versorgung mit schnellem Internet verlegt.

Ab Mai 2018 wird sich Schloss Höhnscheid als privat geführtes Landschloss präsentieren. Als Tagungsdomizil, Ort für Familienfeste, Station für Kultur-, Garten- und Golfreisegruppen, für diverse Veranstaltungen in dem historischen Ambiente sowie als neuer Anziehungspunkt für Grimm-Interessierte und Märchenfreunde.

Wer hat neuen Pächter ausgewählt?

Die Höhnscheider Schlossküche soll mit Hessen a la Carte-Profil auf frischen und regionalen Produkten basieren.

„Wir freuen uns, mit Günther Koseck einen erfahrenen Vollprofi als Pächter und Gastgeber gewonnen zu haben“, erklärt der Präsident der Baltischen Ritterschaften, Klaus Baron von Hahn. Er habe auf Sababurg auf beeindruckende Weise gezeigt, wie ein Schloss entwickelt und positioniert werden kann. Klaus von Hahn: „Seine Kernkompetenzen umfassen nicht nur die zentralen Bereiche Hotel, Gastronomie, Tagung und Event, sondern auch fundierte Kenntnisse in Geschichte und Gartenkunst.“

Welche Erfahrungen bringt er mit?

Nach Jahrzehnten der Familie von Günther Koseck auf dem Dornröschenschloss und der Initiative für die Deutsche Märchenstraße setzt der neue Betreiber auch auf Schloss Höhnscheid auf die Grimm-Heimat-Aktivitäten

Mit Audienzen, Theater, Musik, Garten-Kunst und Rosenküche soll das Engagement für die Grimmsche Märchenprinzessin Dornröschen und ihre beiden Schöpfer, Jacob und Wilhelm Grimm, fortgesetzt und weiter entwickelt werden. Außerdem wird ein eigenes Märchen für Schloss Höhnscheid bearbeitet und zu mehrsprachigen Angeboten in den Bereichen Gastronomie und Kultur ausgearbeitet. 

Wie lang gibt es Schloss Höhnscheid?

Die Geschichte von Schloss Höhnscheid reicht weit bis ins Jahr 1208 als Klostergründung zurück. Ab 1720 erhielt die Anlage ihr barockes Erscheinungsbild. Seit über einen halben Jahrhundert ist Schloss Höhnscheid Zentrum des Verbandes der Baltischen Ritterschaften.

 Das Land Hessen saniert die als Dornröschenschloss berühmte Sababurg bei Hofgeismar von Grund auf. 

Was geschieht auf der Sababurg?

Ziel ist, die Burg langfristig als beliebtes Tourismusziel in Nordhessen mit einem attraktiven Hotel- und Gastronomiebetrieb zu erhalten. Die jetzigen Pächter, das Ehepaar Koseck, verlassen die Burg nach Jahrzehnten des Betriebs durch die Familie und übergeben sie wieder an das Land. Darüber war im vorigen Jahr eine Einigung erzielt worden, wie aus einer gestern verbreiteten Mitteilung des Landes hervorgeht. 

Diese Gelegenheit soll genutzt werden, um einige grundlegende Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten anzugehen, die während des laufenden Hotel- und Gastronomiebetriebs nicht möglich waren und sind. Geplant ist eine umfassende Sanierung. Der Westturmhelm wird bereits im Sommerhalbjahr 2018 neu errichtet werden. Arbeiten an der Außenanlage sind ebenfalls vorgesehen. (r)

(ah/r) 

 

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