Land bewilligt Zuschuss von 90 Prozent

So viel Geld gibt es für ein neues Jugendzentrum

Unerwarteter „Segen“: Für den Neubau des Jugendzentrums in Bad Arolsen hat das Land einen Zuschuss von 90 Prozent der zuschussfähigen Kosten in Höhe von 1,876 Millionen bewilligt. Foto: Armin Haß

Bad Arolsen. Für den Neubau des Jugendzentrums Come In erhält die Stadt einen Zuschuss von 90 Prozent der förderfähigen Kosten von rund 1,876 Millionen Euro. Das teilte die hessische Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Priska Hinz gestern mit.

Die finanzielle Unterstützung beim Neubau des Jugendzentrums bewertet Bürgermeister Jürgen van der Horst als Anerkennung für den Wert einer guten Jugendarbeit. Das Jugendzentrum in Bad Arolsen nehme eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe wahr.

Das wird alles geleistet

Hier fänden nicht wenige Jugendliche eine Geborgenheit wie in der Familie. Hier gebe es Ansprechpartner, die sich Zeit für Probleme nehmen und Hilfe leisteten, zum Beispiel bei den Hausaufgaben. Auch bei der Integration von Neubürgern aus der ehemaligen Sowjetunion oder den Flüchtlingen aus Syrien hätten die Mitarbeiter des Jugendzentrums wertvolle Hilfe geleistet.

Bürgermeister Jürgen van der Horst rechnet mit Abriss- und Neubaukosten von 2,085 Millionen Euro. Als förderfähige Kosten hat das Ministerium nun rund 1,876 Millionen anerkannt. Die restlichen Mittel müsste die Stadt aufbringen.

Interessantes Programm

Das sei zu leisten und deutlich weniger als die grundlegende Sanierung des Gebäudes im Birkenweg verschlingen würde, so der Rathauschef. Die Stadtverwaltung habe im April von dem Bund-Länder-Förderprogramm mit dem sperrigen Namen „Investitionspakt soziale Integration im Quartier“ erfahren. Bis Ende April sei dann alles mit sehr heißer Nadel gestrickt worden, um die Antragsfrist einhalten zu können.

Eigentlich sei das Programm nur für Projekte bis 200 000 Euro gedacht, es gebe aber auch eine Sonderregelung, die offenbar beim Jugendzentrum in Bad Arolsen greife. Dafür sei der Magistrat sehr dankbar.

Das entscheiden die Stadtverordneten

Nun müsse das Stadtparlament noch förmlich über den Abriss- und Neubau des Jugendzentrums beraten und entscheiden.

Eindeutig stellte der Rathauschef aber fest, dass der Neubau eines Jugendzentrums keine Diskothek mehr enthalten werde. Künftige Tanzveranstaltungen müssten im Foyer des Bürgerhauses ausgerichtet werden. In der Übergangszeit böten sich leerstehende Räume im Berufsbildungswerk als Ausweichquartier für das Jugendzentrum an.

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