Ärztehaus am Krankenhaus geplant

So wird Bad Arolsen attraktiver als medizinisches Zentrum

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Pläne für Ärztehaus am Krankenhaus Bad Arolsen. Unser Bild zeigt, von links, Klinik-Geschäftsführer Dr. Günter Peters, Bürgermeistermeister Jürgen van der Horst, Sparkassen-Vorstandvorsitzender Michael Bott und Architekt Dipl.-Ing. Helmut Marterer.

Bad Arolsen. Zwischen dem Krankenhaus und dem Diakonissen-Mutterhaus will die Sparkasse Waldeck-Frankenberg ein Ärztehaus bauen und an bis zu fünf Fachärzte vermieten.

Ziel ist eine enge Zusammenarbeit mit dem auch baulich angebundenen Krankenhaus. An den Planungen und dem Projekt beteiligt ist die Stadt Bad Arolsen, der das benötigte Grundstück gehört.

Wer ist beteiligt?

 In einem ersten Schritt beabsichtigt die Stadt, den Abbruch des nicht mehr benötigten Altbaus des Helenenheims und die Wiederherstellung der Fassaden der angrenzenden Gebäude zu finanzieren. 

Die Stadt will das Projekt unter anderem im Rahmen des neuen Stadtumbauprogramms fördern und damit vorrangig den Abbruch und die Renovierung finanzieren. Anvisiert sind Fördermittel von etwa 350 000 Euro.

Warum finanziert die Sparkasse?

 Für das Ärztehaus ist ein einstelliger Millionenbetrag vorgesehen. Mehr wollte der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Waldeck-Frankenberg, Michael Bott, dazu nicht sagen. Für die Sparkasse ist dieses Immobilienobjekt eine neue Form der Finanzanlage, wie Bott erklärte. 

Zudem habe das Konzept des Ärztehauses den Vorstand überzeugt, sagte Bott. Die in dem geplanten Ärztezentrum niedergelassenen Fachärzte können die OP-Kapazitäten, die Pflege und den Anästhesie-Bereich nutzen, so der Geschäftsführer des Krankenhauses Bad Arolsen, Dr. Günter Peters. 

Wie läuft die Zusammenarbeit?

Es gebe einen zunehmenden Bedarf abseits der Ballungszentren. Dabei gehe der Trend hin zu einer kurzen Verweildauer im stationären Bereich und einer ambulanten Versorgung. Erfreut berichtete Peters über eine konkrete Absichtserklärung eines Facharztes. 

Die Bauherren sind davon überzeugt, dass auch die übrigen vier Praxen auf den 1700 Quadratmetern Nutzfläche vermietet werden. Die Praxen verteilen sich auf vier Geschossen, wobei das oberste Staffelgeschoss nur drei Viertel der Grundfläche einnehme, so Architekt Dipl.-Ing. Helmut Marterer. 

Gibt es Parkplätze?

Ergänzend dazu werden rund 60 Stellplätze für Pkw geschaffen, die ebenso wie das Ärztehaus über die Helenenstraße erreicht werden. 

Nach Umzug des Helenenheims in den Neubau war zunächst geplant, das alte Gebäude abzubrechen und eine Grünfläche sowie Parkplätze zu schaffen. Doch wenige Tage vor Weihnachten, so Bürgermeister Jürgen van der Horst, wurde in Gesprächen mit der Gesundheit Nordhessen Holding als Trägerin des Krankenhauses und der Sparkasse der Impuls für das Projekt zur Verbesserung der fachärztlichen Versorgung gesetzt. 

Wann wird gebaut?

Im Laufe dieses Jahres könne voraussichtlich der Abbruch erfolgen, 2019 mit dem Neubau begonnen werden, schätzt er.

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