Generationenprojekt mit dem Diakonissenhaus und dem Bathildisheim

Solidarität von Jung und Alt fördern

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Zu einem barrierefreien Ausflug hatte Oberst a. D. Jürgen Damm (Aktion für behinderte Menschen) Senioren und junge Leute vom Bathildisheim zusammengeführt.

Bad Arolsen - Solidarität heißt das Schlüsselwort des Generationenprojektes, das Karl-Preising-Schüler gemeinsam mit Bewohnern des Waldeckschen Diakonissenhauses Sophienheim durchgeführt haben.

Ein gemeinsames Frühstück mit Malaktion im Helenenheim, ein „barrierefreier“ Ausflug in die Stadt und ein drittes Treffen mit Brunch in der Karl-Preising-Schule: So sieht eine erste Bilanz des Projektes aus, das alle Beteiligten sichtlich genossen haben. Das „Europäische Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen“ hatte Oberst a.D. Jürgen Damm die Idee zu der besonderen Begegnung geliefert. Mit Unterstützung von Sarah Nietz (WDS), Michael Börner und Melanie Probst von der Karl-Preising-Schule hat Damm das Projekt in die Tat umgesetzt.

4600 über 60 Jahre

Bad Arolsen, so erklärte Jürgen Damm, sei vom demografischen Wandel ganz besonders betroffen. Der Anteil der Menschen über sechzig Jahre - rund 4600 Bad Arolser - sei so hoch, wie er bundesweit erst im Jahr 2030 erreicht werde. Angesichts dieser Zahlen gelte es, ältere Menschen bewusst in die Gemeinschaft mit einzubeziehen, sagte Damm und dankte insbesondere den Schülern, die offen auf die teils hochbetagten WDS-Bewohner zugegangen seien. Auch die Senioren hatten die Begegnungen mit den Jugendlichen genossen, für die es ganz selbstverständlich war, „ihren“ Projektpartner mit Rollstuhl oder Rollator zur Karl-Preising-Schule zu chauffieren.

„Ein Projekt mit großer Wirkung“, befand Erster Stadtrat Helmut Hausmann, der anlässlich der Präsentation durch zwei beteiligte Schüler inmitten der großen Runde Platz nahm. Ebenso wie Pfarrer Oswald Beu­thert: das Projekt habe „gezeigt, wie einfach es ist, zusammenzukommen. Man muss sich nur begegnen“, befand der WDS-Vorsteher. Mit seinem Wunsch, dass das Projekt Schule machen möge, schloss Beuthert sich Jürgen Damm an. Der Initiator, der sich auch als Sprecher der Aktion „Barrierefreies Leben“ und als Vorsitzender der Aktion für behinderte Menschen Waldeck-Frankenberg einsetzt, hatte eine wiederkehrende Kooperation mit Schulen, Kindergärten und Gemeinden angeregt, um die Solidarität unter den Generationen zu fördern.(sim)

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