Hallendachkatastrophe von Bad Reichenhall darf sich in Bad Arolsen nicht wiederholen

Sorge wegen dauerfeuchter Leimbinder

Bei Starkregen oder Tauwetter sucht sich das Wasser seinen Weg an den Leimbindern entlang. In der Halle müssen dann regelmäßig Eimer aufgestellt werden. Lehrer und Übungsleiter sorgen sich wegen der Tragfähigkeit der angegriffenen Leimbinder. Fotos: Elmar Schulten

Bad Arolsen - Eine schicke Drei-Felder-Turnhalle hat der Landkreis Waldeck-Frankenberg 1991 den Schulen und Sportvereinen in Bad Arolsen zur Verfügung gestellt. Schade nur, dass das Dach seit dem ersten Tag undicht ist.

„Wie sicher sind unsere Kinder eigentlich beim Sportunterricht und beim Training?“ - Diese Frage warf der langjährige, inzwischen pensionierte Sportlehrer, Schulsportkoordinator und Leiter der VfL-Volleyballabteilung, Wolfgang Schmidt, bei der Jahreshauptversammlung des Vereins am Freitagabend auf.

Jedem Bad Arosler Sportlehrer und Übungsleiter sei bekannt, dass regelmäßig durch das Hallendach regne. Irgendwie suche sich das Wasser seinen Weg an den Leimbindern vorbei und tropfe an mehren Stellen auf den hallenboden.

So komme es, dass nach Starkregen und bei Tauwetter Eimer aufgestellt werden müssten. Spätestens seit dem schrecklichen Einsturz des Hallendaches in Bad Reichenhall sei doch allen bewusst, dass Holzleimbinder nicht dauerhaft feucht sein dürften.

Nach 23 Jahren undichter Dächer an der Großsporthalle Bad Arolsen müsse man nun ernsthaft um die Sicherheit der Kinder besorgt sein, stellte Schmidt fest.

Gleichzeitig beeilte sich Schmidt, dem Landkreis und seinen Gremien ausdrücklich dafür zu danken, dass diese Halle für den Schul- und Vereinssport kostenlos zur Verfügung gestellt werde. Dennoch müsse es erlaubt sein, darauf hinzuweisen, dass die Halle seit dem ersten Tag undicht sei und dass trotz wiederholter Hinweise auf diese Mängel nichts Nachhaltiges zum Erhalt der wertvollen Halle getan werde.

In diesem Zusammenhang müsse auch erwähnt werden, dass die Schülerduschen inzwischen so verschimmelt seien, dass man keine Kinder mehr dort hinein schicken möge. Das Gebäudemanagement des Landkreises sei gut beraten, die seit Jahren immer wieder von Lehrern angesprochenen Mängel ernst zu nehmen.

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