Stadtparlament gibt grünes Licht für zwei Sportplätze

Sportplatz-Zuschüsse fühlen sich an wie zwei Sechser im Lotto

Blick über die Tartan-Laufbahn im Beekmann-Stadtion auf das Umkleidegebäude.
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Das Richard-Beekmann-Stadion soll zu einem inklusiven Sportzentrum umgebaut werden. Dazu sollen unter anderem die alten Umkleidegebäude aus den 30er Jahren abgerissen und der Aschen-Hartplatz zum Kunsrasenplatz umgebaut werden. Die Kosten werden auf 5,4 Millionen Euro geschätzt. Dazu gibt der Bund 3, Millionen Euro.

Bei der Beantragung von Zuschüssen für das geplante inklusive Sportzentrum auf dem Gelände des Beekmann-Stadions und für das Jugendleistungszentrum auf dem Mengeringhäuser Sportplatz habe der Bürgermeister scherzhaft gesagt, er wolle „mal zwei weitere Lottoscheine abgeben“.

Bad Arolsen - Offenbar habe er damit für die Stadt Bad Arolsen zwei Sechser im Lotto gezogen, schwärmte der SPD-Stadtverordnete Eberhard Eckhardt am Donnerstagabend im Stadtparlament.

Dabei sei ihm sehr wohl bewusst, dass die Erarbeitung der komplizierten Antragsunterlagen sehr wohl sehr viel mehr Aufwand nötig gewesen sei als beim Ausfüllen eines Lottoscheins, so Eckhardt. Jedenfalls sei das Ergebnis für die Stadt überaus erfreulich und dann habe auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Esther Dilcher ihren Anteil.

WEg frei für städtische Eigenanteile

Der Bund ermögliche mit seinen zugesagten Investitionszuschüssen von 3,8 und drei Millionen Euro den Bau von zwei ganz bedeutenden Sportzentren in Bad Arolsen und Mengeringhausen.

Deshalb sei es nur folgerichtig, wenn nun die Stadtverordnetenversammlung ihrerseits den Weg frei mache für die nötigen Eigenanteile in Höhe von 405.000 Euro und 330.000 Euro.

Große Pläne für das Beekmann-Stadion

Da die Finanzierung beider Projekte insgesamt über drei Jahre läuft und sich die Bundesförderung nur auf das Jahr 2022 bezieht, sind in der Gesamtbetrachtung noch viel höhere Summen zu nennen.

Der ehemalige Bundeswehr-Sportplatz auf dem Hagen in Mengeringhausen. Die Kosten sind auf 3,3 Millionen Euro geschätzt. Dazu gibt der Bund drei Millionen Euro.

So sind die Kosten für das inklusive Sportzentrum am Beekmann-Stadion mit Mulitfunktions-Spielfeld, Erwachsenen-Spielplatz, und Skateranlage auf fast 5,4 Millionen Euro geschätzt. Der Eigenanteil der Stadt wird sich am Ende auf 935.000 Euro belaufen.

Zur richtigen Zeit die richtigen Weichen gestellt

Der Ausbau der Sportanlage der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne auf dem Mengeringhäuser Hagen zu seinem „Jugendleistungszentrum Fußball Nordwaldeck“ ist insgesamt auf 3,3 Millionen Euro kalkuliert. Der städtische Eigenanteil nach Abzug aller Zuschüsse wird 330.000 Euro betragen.

Ebenso wie der SPD-Stadtverordnete Eckhardt lobt auch der Grünen-Stadtverordnete Matthias van der Minde beide Projekte. Bürgermeister und Stadtverwaltung hätten hier zur rechten Zeit die richtigen Weichen gestellt.

Keine halben Sachen machen: Auf die richtigen Maße achten!

Der FWG-Stadtverordnete Thorsten Reuter schloss sich zwar auch dem allgemeinen Lob an, mahnte dann aber auch, beim Bau der Sportanlagen auf die Einhaltung normgerechten Größen der Spielfelder zu achten.

Es dürfe nicht aus Kostengründen ein zu kleiner Kunstrasenplatz gebaut werden. Dann könne nämlich man nicht mehr von einem Sportleistungszentrum sprechen, so der erfahrene Jugendtrainer und Schiedsrichter. Reuter abschließend: „Wir müssen das Förderzentrum zukunftsfähig aufstellen. Die Kinder werden es uns danken!“ (Von Elmar Schulten)

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