Zuschüsse für einheimische Schüler 

Stadt Bad Arolsen gibt mehr Geld für Musikschule

Bester Bigband-Sound: Das Jugendblasorchester der Musikschule, hier bei einem Ensemblekonzert im Bürgerhaus.

Mit ihrem Vorstoß, die Finanzierung der Musikschule Bad Arolsen auf breitere Füße zu stellen, hat der Kreisverband einen Teilerfolg erzielt.

In einem gemeinsamen Antrag haben sich CDU, SPD, FDP und Grüne für einen zusätzlichen Zuschuss von zwölf Euro pro Arolser Kind ausgesprochen.

Widerspruch kam alleine vom Vertreter der FWG/Offenen Liste, Thorsten Reuter: „Ich bin auch Vater von zwei Kindern. Wir können nicht einfach mal so das Portemonnaie aufmachen und 4600 Euro rausholen. Andere Vereine haben auch ihre Kosten: Das Statt-Theater muss Miete für die Stadthalle zahlen, außerdem Gema-Gebühren und vieles mehr.“ 

Die Musikschule habe seinerzeit die Möglichkeit gehabt, kostengünstige Räume von der Stadt zu bekommen. Stattdessen habe man sich für die Anmietung der jetzigen Räume entscheiden und rechne nun sämtliche Nebenkosten vor. Die Musikschule sei gut beraten, ein Konzept vorzulegen, wie es künftig weitergehen solle, so Reuter.

Reicht eine einmalige Ausschüttung aus? 

Einfach mal zwölf Euro zusätzlich für jedes Arolser Kind auszuschütten reiche auf Dauer nicht aus. Die Nachbarstadt Volkmarsen habe ja noch einmal schriftlich dargelegt, dass sie sich nicht an der Finanzierung der Musikschule beteiligen wolle.

CDU-Sprecher Gerd Frese warb um Verständnis für die Haltung der Stadt Volkmarsen: Schließlich werde der Kreisverband der Musikschule über die Kreisumlage mitfinanziert. Die Stadt Bad Arolsen aber gebe als Standortgemeinde sowie schon seit Jahren 9000 Euro für die Musikschule in der Bad Arolser Rauchstraße aus.

Förderung wie die für Sportvereine

Auf wiederholtes Drängen vonseiten der Musikschule könne sich die CDU aber mit dem Gedanken anfreunden, die Betreuung der Arolser Jugendlichen in den Kursen der Musikschule ebenso zu fördern wie die Betreuung in den Sportvereinen in der Stadt, nämlich mit zwölf Euro.

Bei rund 380 jugendlichen Kursteilnehmern aus Bad Arolsen mache das rund 4600 Euro aus. Dieser Betrag sei angesichts eines Gesamtvolumens im städtischen Haushalt von 38 Millionen Euro vertretbar. Immerhin werde damit die musische Bildung der Kinder unterstützt.

Ist das Konzept Musikschule zukunftsfähig?

Jugendförderung sei auch das Anliegen der SPD, bekräftigte deren Stadtverordneter Ludger Brinkmann. Selbst wenn die Stadt dem Wunsch der Musikschule jetzt nachkomme, müsse sich die Musikschule fragen lassen, ob ihr Konzept in Zukunft noch trage. 

Als Schulleiter wisse er sehr genau, dass Musiklehrer heute schwer zu finden seien. Die Musikschule müsse sich fragen: Wie können wir das, was wir machen wollen mit immer teurer werdenden Lehrern noch umsetzen?“

Musikschule wie andere Vereine behandeln

Grundsätzliche Zustimmung zum erhöhten Zuschuss signalisierte Werner Stibbe von den Grünen: Damit behandeln wir alle Vereine gleich, die aktive Jugendarbeit betreiben.“ Und Helga Schlattmann von der FDP bekräftigte, es sei richtig, die Musikschule wie andere Vereine zu behandeln.

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