Ausstellung in der Sparkassenfiliale

Stadt Bad Arolsen will fairen Handel fördern

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Auf dem Weg zur Fair-Trade-City: Die Ausstellung im Foyer der Sparkasse wurde gemeinsam eröffnet vom städtischen Steuerungskreis, Bürgermeister Jürgen van der Horst und dem Leiter der Sparkassenfiliale am Kirchplatz. Von links: Dr. Harald Ise, Tobias Rückschloß vom Gästezentrum, Stadtrat Dietmar Danapel, Steuerkreis-Sprecherin Beatrix Broeker, Sparkassendirektor Heiner Hast, Wilhelm Müller vom städtischen Gästezentrum und Bürgermeister Jürgen van der Horst.   

Bad Arolsen. „Für jedes Billig-Produkt müssen Menschen in den Herkunftsländern teuer bezahlen.“ – So fasst Beatrix Broeker vom Steuerungskreis Fair Trade City die Botschaft der aktuellen Ausstellung in den Räumen der Sparkassenfiliale am Kirchplatz zusammen.

Die Ausstellung mit dem Titel „Hessen fair-ändert“ solle deutlich machen, dass jedes Produkt seinen Wert habe. Beim globalen Handel dürften Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit nicht unter die Räder kommen.

Ziel aller Fair-Trade-Bemühungen sei es, dass die Bauern in den Herkunftsländern moderner Luxusprodukte einen gerechten Lohn erhalten. Dann könnten auch alle Menschen menschenwürdiger leben, so Broeker. Die Lösungsansätze seien vielfältig und lägen quasi vor der Haustür.

Bürgermeister Jürgen van der Horst bekräftigte bei der Eröffnung der Ausstellung, dass sich die Stadt Bad Arolsen seit einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung im Jahr 2016 offiziell auf dem Weg zur Fair-Trade-City befinde.

Damit verbunden seien Anstrengungen von Schulen, Kirchen und Stadtverwaltung, fair gehandelte Produkte wie Kaffee und Tee in ihren Einrichtungen zu verwenden.

Er selber freue sich, dass er auch schon fair gehandelte Bananen in seinem Supermarkt kaufen könne. Ebenso bemühe sich die Stadtverwaltung um Nachhaltigkeit, um Ressourcen zu schonen.

Sparkassendirektor Heiner Hast versicherte, dass sein Unternehmen den Fair-Trade-Gedanken gerne unterstütze und deshalb auch die Räumlichkeiten am Kirchplatz zwei Wochen lang zur Verfügung stelle.

Die Welt gerechter machen

Auch für Sparkassenmitarbeiter habe die Erkenntnis, dass jede Ware einen fairen Preis habe, eine hohe Bedeutung. So seien kostenlose Girokonten bei Internetbanken nicht mit den Leistungen vergleichbar, die ein Kreditinstitut vor Ort mit vielen qualifizierten Mitarbeitern biete. Auch das habe etwas mit fairem Handel zu tun.

In diesem Zusammenhang zitierte Hast das Sprichwort: „Viele kleine Hände können in vielen kleinen Ländern mit vielen guten Taten die Welt ein wenig besser machen.“

Auf zehn Stellwänden gibt die Ausstellung mit umfangreichem Prospektmaterial Antworten auf Fragen wie „anhand welcher Siegel kann ich fair gehandelte Produkte erkennen?“ – „Wieso ist es so schwierig, ein ,ethisch korrektes’ T-Shirt zu kaufen?“ – „Unter welchen Bedingungen gelangt mein morgendlicher Kaffee zu mir?“

Die Ausstellung informiert über Missstände, die mit dem modernen Konsumverhalten in Verbindung stehen.

Gleichzeitig werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie jeder Einzelne selbst aktiv werden und sich engagieren kann, um für eine gerechtere Welt einzustehen. Bei einem Quiz zur Ausstellung gibt es attraktive Preise zu gewinnen.

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