1. WLZ
  2. Waldeck
  3. Bad Arolsen

Stadt legt Baulandpreise in Mengeringhausen und Wetterburg fest

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Armin Haß

Kommentare

Erschließungsarbeiten für die Erweiterung des Mengeringhäuser Baugebietes „Berger Weg“.
Erschließungsarbeiten für die Erweiterung des Mengeringhäuser Baugebietes „Berger Weg“. © Elmar Schulten

Die Baulandpreise in den erweiterten Wohngebieten „Berger Weg“ und „In der Hege“ werden in der Stadtverordnetensitzung am Donnerstag, 16. Dezember, festgelegt. Dann wird sich auch entscheiden, ob ein von der SPD geforderter günstigerer Quadratmeterpreise für Familien mit minderjährigen Kindern eingeführt wird.

Bad Arolsen – Die Baugebiete in Mengeringhausen und Wetterburg werden derzeit um 24 beziehungsweise elf Bauplätze erweitert. Für beide Gebiete liegen nach Auskunft der Verwaltung deutlich mehr Anfragen vor, als Grundstücke zur Verfügung stehen. Für Mengeringhausen sind Ende November 46 Bewerber vorgemerkt gewesen, für Wetterburg gebe es sogar 64 Interessenten.

Die Grundstücke würden auch ohne Staffelung von Preisen regen Absatz finden. Einen Familienrabatt halte die Verwaltung für nicht erforderlich, da sich der vorgeschlagene Baupreis von 78 Euro pro Quadratmeter im üblichen Rahmen befinde.

Familien mit Kindern entlasten

Die SPD schlug eine Differenzierung des Quadratmeterpreises vor: 74 Euro für Familien mit minderjährigen Kindern und 82 Euro für die übrigen Bauinteressenten, erklärte der Stadtverordnete Ulrich Fiedler in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Schleßlich belaste die Kostensteigerung das Budget gerader junger Familien und falle das Baukindergeld weg.

Um die Grundstücke kostendeckend zu verkaufen, müssten 82 Euro genommen werden, sagte Bürgermeister Jürgen van der Horst. Der vorgeschlagene Preis von 78 Euro sei moderat und fair.

Flächenversiegelung im Blick

Die Aufwendungen der Stadt für die Erschließung des Baulandes müsse sich im Preis niederschlagen, bekräftigte Gerd Frese (CDU): „Einen Bonus können wir uns nicht leisten.“ Die Stadt stelle schon viel Geld für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen bereit.

Die Ersparnis komme nicht zum Tragen, sagte Ausschussvorsitzender Werner Stibbe (Bündnis 90/Die Grünen). Familien mit einem kleineren Budget würden sich ein Haus kaufen. Sie sollte die Stadt unterstützen, damit würde eine nachhaltige Entwicklung gefördert.

Es gebe bereits eine Nachfrage nach Bestandsimmobilien, sagte van der Horst. Dafür gebe es im Zuge der Dorfentwicklung Fördermittel. Bei der Erschließung von Bauland würden Flächen versiegelt, räumte Frese ein. Andererseits gebe es große Altbauten, in denen nur eine Person lebe. (Armin Haß )

Auch interessant

Kommentare