Platz vor dem Schloss auserkoren

Stadtmodell zum Arolsen-Jubiläum nimmt Formen an

Rechte Hälfte des Stadtmodells, das zum 300-jährigen Bestehen der Stadt Bad Arolsen von den Soester Künstlern Egbert und Felix Broeker aus Bronze hergestellt wird. Foto: Crone

Bad Arolsen – Das Bronzemodell, das die Barockstadt als Geschenk zu ihrem 300. Geburtstag erhalten soll, ist schon weit gediehen. Der Soester Künstler Egbert Broerker und sein Sohn Felix wollen das 2,20 Meter mal 1,30 Meter große Kunstwerk bis Ende August fertigstellen.

Das Fundament vor dem Residenzschloss an der Königin-Emma-Straße ist bereits ausgehoben. Das Stadtmodell soll auf einem Stahlkubus ruhen. Gleich nebenan werden vier Stelen entstehen, die die Entwicklung der Stadt Arolsen vom Áugustinerkloster über eine gräfliche Burg bis hin zur barocken Planstadt erläutern sollen. Dazu eine Bank und fertig ist der künftige Ausgangspunkt für Stadtführungen.

Attraktion für Touristen

Der Standort mit Blick auf das Schloss ist ideal gewählt. Allerdings sollte für die häufig hier parkenden Touristenbusse ein anderer Parkplatz gefunden werden. Dazu stellte Rolf Crone fest, der die zum bronzene Stadtmodell hatte: „Es ist okay, wenn die Gäste hier aus den Bussen aussteigen. Die Fahrer sollten dann aber auf dem Herkules-Parkplatz oder auf dem Königsberg auf die Weiterfahrt warten. Das funktioniert in anderen Städten auch.“

Gerade in Bad Arolsen sei es schade, wenn der freie Blick aufs Schloss durch dauerparkende Busse versperrt werde.

Spender gefragt

Die Kosten für das Stadtmodell samt Unterbau belaufen sich auf rund 80 000 Euro. Drei Viertel davon erhält die Stadt aus Mitteln des europäischen EFRE--Programms. Den Rest finanziert die Initiative „Pro Bad Arolsen“ aus angesparten Eigenmitteln und Spenden.

Crone: „Jeder Spender wird auf dem Unterbau des Stadtmodells namentlich benannt. Wer da nicht daraufsteht, hat auch nicht gespendet.“ Mit anderen Worten, wer noch als Spender für dieses außergewöhnliche Geburtstagsgeschenk an die 300-jährige Stadt Bad Arolsen genannt werden möchte, der sollte sich umgehend bei Rolf Crone unter Telefon 05691/8066266 melden.

So war Arolsen geplant

Das Modell, das aktuell in der Künstlerwerkstatt als Wachsform für den Guss vorbereitet wird, zeigt die Straßen und Gebäude der barocken Planstadt, wie sie einst von Stadtplaner Julius Rothweil und seinem Fürsten Anton Ulrich erdacht wurde. Und alles möglichst detailgenau dargestellt im Maßstab 1:650.

Dazu gehört auch, zumindest angedeutet, der nicht vollendete zweite Flügel der Stadt, der in der Verlängerung der Schlossstraße in Richtung der heutigen Schön-Klinik geplant war, bis den barocken Fürsten das Geld ausging. Dieser Teil der Planstadt wird nur mit zarten Umrissen angedeutet, während die tatsächlich vorhandenen Häuser im Miniaturformat mit allen Details nachgebildet werden.

Viele kleine Details

Auch die typischen Dachformen, die Mansarddächer, die Gauben sowie die Fenster und Türen sollen dargestellt werden. Alles in allem eine unglaublich kleinteilige Fleißarbeit, auf die sich Egbert Broeker zusammen mit seinem Sohn Felix spezialisiert hat.

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