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Fragestunde mit Bürgermeisterkandidat Marko Lambion: Stadtpolitik im Unterricht

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Von: Armin Haß

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Abiturienten der Christian-Rauch-Schule Bad Arolsen befragen den Bürgermeisterkandidaten Marko Lambion, rechts neben ihm Jana Engelhardt, die mit Patrick Schultze das Gespräch moderierte.
Abiturienten der Christian-Rauch-Schule Bad Arolsen befragen den Bürgermeisterkandidaten Marko Lambion, rechts neben ihm Jana Engelhardt, die mit Patrick Schultze das Gespräch moderierte. © Armin Haß

Die Politik- und Wirtschaftskurse der Christian-Rauch-Schule Bad Arolsen befragten den Bürgermeisterkandidat Marko Lambion zu verschiedenen Themen, dabei kam auch das heikle Thema Fußgängerzone auf.

Bad Arolsen - Im Halb-Stunden-Takt fanden sich jeweils etwa 50 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 13 und 12 zur Diskussionsrunde mit dem Bewerber ein. Neben einem im Unterricht vorbereiteten Fragenkatalog kamen auch aus der Schülerschaft unmittelbar Fragen. CRS-Lehrer Dr. Ulrich von Nathusius gab den Anstoß dazu, auf diese Weise Einblick in die lokale Tagespolitik zu nehmen.

„Kommt nach Tempo 30 in der Bahnhofstraße dort eine Fußgängerzone?“, fragte Patrick Schultze. Die meisten Geschäftsleute wollten das nicht, wie die vergangenen Diskussionen zu dem Thema zeigten, so Lambion.

Attraktiven Wohnraum und Arbeitsplätze bereithalten

Ziel sei es aber, ein gleichberechtigtes Nebeneinander von Radfahrern, motorisierten Verkehrsteilnehmern und Fußgängern zu erreichen. Dafür sollten Verkehrsexperten gehört werden. Um eine Überlastung der Großen Allee zu vermeiden, müsse die Bahnhofstraße als Verkehrsachse erhalten bleiben,

Was könnte Arolsen bieten, damit junge Menschen bleiben können oder zurückkehren? – Zu einem attraktiven Lebensumfeld zählt Lambion ein interessantes Berufliches Angebot, Ausbildungsplätze, bezahlbaren Wohnraum, Unternehmen mit Arbeitsplätzen und digitale Infrastruktur. „Eine Uni bieten wir hier nicht“, sagte Lambion, den der berufliche Lebensweg nach dem Jurastudium als Rechtsanwalt 2003 ins Familienunternehmen nach Wetterburg führte.

Angebote für Jugendliche schaffen

Lambion bezeichnete die Schaffung eines Ärztezentrums als wichtigstes Projekt, zentrumsnahes Wohnen auf dem ehemaligen Lahrmanngelände, Renaturierung von Bachläufen als Hochwasserschutz und den Dialog mit der Landwirtschaft über Natur- und Klimaschutz als weitere wichtige Themen.

Neben dem Jugendzentrum „Come In“, das bald in dem Neubau wieder am Birkenweg öffnet, regt Lambion auch Angebote in den Stadtteilen an. Als der erste Jugendtreff noch in den 80-er Jahren in einem Hinterhaus an der Bahnhofstraße betrieben wurde, war er als Pennäler noch mit in dem Trägerverein aktiv. Lambion warb bei den wahlberechtigten Gymnasiasten um eine Beteiligung an der Bürgermeisterwahl. Die Demokratie böte diese Möglichkeit und die Gelegenheit, Entscheidungen auf örtlicher Ebene mit zu beeinflussen. (Armin Haß )

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