Insgesamt 50 Kilometer lange Trasse Paderborn-Twistetal

Starkstromleitung bei Massenhausen muss nach 60 Jahren erneuert werden

Die Starkstromleitung zwischen Paderborn und dem Umspannwerk Twistetal wird nach 60 Jahren komplett erneuert. Wegen der zusätzlich eingespeisten Elektrizität aus Windkraftanlagen soll die 110-kV-Leitung auch verstärkt werden.Unser Bild entstand zwischen Mengeringhausen und Twistetal. Foto: Armin Hass

Bad Arolsen/Twistetal – Die 110-kV-Leitung zwischen Paderborn und dem Umspannwerk Twistetal muss nach 60 Jahren komplett erneuert werden.

Das für den Betrieb zuständige Unternehmen Avacon plant zudem eine Verstärkung der Leitung auf der bestehenden Trasse, um den vermehrt eingespeisten Strom aus Windkraftanlagen liefern zu können.

Das wird erneuert

  Um den Betrieb der 60 Jahre alten Leitung auf einer Länge von 50 Kilometern zu gewährleisten, müssen Masten und Beseilung ersetzt werden. Parallel erfolgt eine Verstärkung der Leitung, um den bisher und zukünftig in der Region produzierten Windstrom aufnehmen zu können, wie Avanco-Sprecherin Michaela Fiedler auf Anfrage der WLZ erklärt.

„Das Vorhaben ermöglicht die vollständige Nutzung der Windenergie und dient damit der Energiewende. Wir wollen allen Zielgruppen durch Transparenz und umfassende Information eine qualifizierte Beschäftigung mit den Planungen ermöglichen, daher planen wir vier Informationsveranstaltungen im Mai.“

Informationsveranstaltung

Für den 21. Mai ist eine Information in Bad Arolsen geplant. Dort prüfen und nehmen Vertreter von Avanco Anregungen dafür auf, wie sich das Bauvorhaben für Menschen und Umwelt so verträglich wie möglich umsetzen lässt. Der Ortsbeirat Massenhausen befasst sich heute um 19 Uhr in der Gaststätte Heinemann mit dem Thema. Der Ortsbeirat Twiste hat bereits in der vorigen Woche die ersten Informationen zur Kenntnis genommen.

Avanco wolle „den Leitungsbau umweltverträglich und unter größtmöglicher Rücksichtnahme auf die Bevölkerung realisieren“, betonte Fiedler.

Hinweise der Bürger aufnehmen

Die Planungsunterlagen, in die auch Hinweise der Bürger aufgenommen werden, müssen behördlich geprüft und genehmigt werden. Nach sorgfältiger Prüfung und unter Abwägung aller Schutzgüter erteilt die Behörde dann den Planfeststellungsbeschluss, der den Bau genehmigt. 

Wann genau das Bauvorhaben verwirklicht wird, hängt mit dem Ablauf des Genehmigungsverfahrens zusammen. Eine erste Grobabschätzung liegt bei Mitte/Ende 2020. Die Kosten werden derzeit ermittelt.

Neue Leitung in Grunddörfern

Davon unabhängig steht die Energie Waldeck-Frankenberg vor einem vergleichsweise kleinen Vorhaben: Die 20-kV-Leitung zwischen Elleringhausen und Nieder-Waroldern wird ebenfalls erneuert. Diese betreibt die EWF. Das Projekt dürfte ohne größeren Aufwand zu bewerkstelligen sein. Geplant ist eine Erneuerung mit Verlegung von noch vorhandenen Freileitungen in den Boden. Die Pläne dazu hat der Ortsbeirat Elleringhausen bereits zur Kenntnis genommen.

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