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Steinbrecher zerbröselt Brauerei-Bauschutt für Brauhaus-Projekt Bad Arolsen

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Von: Armin Haß

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Steinbrecher am alten Brauhaus: Minarealisches Material vom abgerissenen Brauereigebäude in Bad Arolsen wird zerkleinert und nach einer Prüfung für das laufende Brauhaus-Projekt möglichst verarbeitet.
Steinbrecher am alten Brauhaus: Minarealisches Material vom abgerissenen Brauereigebäude in Bad Arolsen wird zerkleinert und nach einer Prüfung für das laufende Brauhaus-Projekt möglichst verarbeitet. © Armin Haß

Die sich seit dem Frühjahr türmenden Mauerreste der alten Bad Arolser Brauerei werden derzeit von einem Gesteinsbrecher zerkleinert. Damit verschwinden die Mauerberge bald aus dem Blickfeld.

Bad Arolsen – Die zermahlenen mineralischen Bestandteile werden zunächst von Fachleuten geprüft und danach können sie für das Verfüllen auf Baustellen verwendet werden. Nach Möglichkeit soll das Material für das Brauhaus-Projekt Verwendung finden.

Mithilfe eines Steinbrechers wird der mineralische Bauschutt als Überbleibsel der früheren Brauerei in Bad Arolsen zerkleinert.
Mithilfe eines Steinbrechers wird der mineralische Bauschutt als Überbleibsel der früheren Brauerei in Bad Arolsen zerkleinert. © Armin Haß

Ende 2021 begann ein Unternehmen aus Nordhessen mit dem Abbruch. Das alte Gebäude wurde schrittweise abgerissen. Metall, Kabel, Glas, Holz, Steine, Estrich oder Beton wurden zunächst vor Ort zwischengelagert.

Für das Zerkleinern der mineralischen Bestandteile ist ein ferngesteuerter Brecher bereitgestellt worden. Der Baggerfahrer, der den Trichter befüllt, kann die 14 Tonnen schwere Maschine selbst per Fernbedienung steuern. Das Kettenlaufwerk und die Maschine werden von einem von einem 129 KW (175 PS) starken Dieselmotor angetrieben.

Kompakt und stark: Mit diesem ferngesteuerten Brecher wird der mineralische Bauschutt der alten Brauerei zerkleinert.
Kompakt und stark: Mit diesem ferngesteuerten Brecher wird der mineralische Bauschutt der alten Brauerei zerkleinert. © Armin Haß

Die Abbrucharbeiten sind Teil der Umgestaltung des Quartiers untere Kaulbachstraße, für die die Stadt Bad Arolsen eigens den Geltungsbereich des Stadtumbauprogramms ausgedehnt hat, um Fördermittel des Bundes und des Landes für die Entwicklung des Brauhausareals durch den Hotelkaufmann Alexander Fitz beantragen zu können.

Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) fließen nun 230 000 Euro Zuschüsse zur Finanzierung des Abbruchs. Das ist die Hälfte der für den Rückbau veranschlagten 460 000 Euro.

Die Grube markiert den Standort der abgebrochenen Brauerei in Bad Arolsen. Links das Gebäude soll im Rahmen des Brauhaus-Projektes ebenfalls renoviert werden.
Die Grube markiert den Standort der abgebrochenen Brauerei in Bad Arolsen. Links das Gebäude soll im Rahmen des Brauhaus-Projektes ebenfalls renoviert werden. © Armin Haß

Die Aufarbeitung des Geländes der ehemaligen Brauerei wird noch geraume Zeit in Anspruch nehmen, sodass für dieses Jahr nicht mehr mit der Schaffung eines öffentlich zugänglichen Bereiches mit einem Biergarten und Wiederherstellung eines Teiches zu rechnen ist. Nach der Planung sind hierfür 494 000 Euro vorgesehen, die Hälfte soll auch hier aus dem EFRE-Programm finanziert werden. ( Armin Haß )

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