Wetterburg

Strandbadprojekt vor der Entscheidung

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- Bad Arolsen (-es-). Gereizte Stimmung am Dienstagabend im Ausschuss für Umwelt und Planung. Anlass war die Diskussion um das Strandbadprojekt.

Bei einer Bürgerversammlung am Dienstag, 17. Mai, um 20 Uhr in der „Twisteseehalle“ sollen alle Details der Planung öffentlich erläutert werden. Doch parallel dazu laufen die Beratungen in den städtischen Gremien weiter. Und hier hat die neu im Stadtparlament vertretene Bürgerliste eine Reihe von Fragen vorgelegt. Unter anderem ging es darum, die Bewertung der Wirtschaftlichkeit für das Strandbadprojekt neu prüfen zu lassen.

Gegen diesen Vorschlag protestierte am Dienstagabend im Ausschuss der Vertreter der CDU-Fraktion, Manfred Neubert: Die Stadt habe doch schon die hauseigene Controllerin ans Werk gesetzt. Da mache es doch wenig Sinn, nun für viel Geld, im Raum standen 4000 Euro, noch einmal einen Sachverständigen rechnen zu lassen.

Ähnlich äußerte sich auch SPD-Sprecher Reiner Freudenstein: „Ich dachte, wir hätten die Gutachteritis in Bad Arolsen endlich überwunden.“ Weitere, eigene Fragen stellte jedoch der Stadtverordnete Detlef Volmer von der Offenen Liste in den Raum: Seiner Meinung nach seien viel zu wenig Informationen über das Projekt bekannt. Zu viel müsse man sich selbst als gewählter Vertreter von der städtischen Homepage mühsam zusammensuchen. Auch die immer neuen Tischvorlagen der Verwaltung kritisierte Volmer als Zettelwirtschaft. Diesen Vorwurf aber wollte Bürgermeister Jürgen van der Horst nicht unwidersprochen stehen lassen: Tatsache sei, dass seit über einem Jahr über jedes Detail in der Planung informiert werde. Nach der Präsentation der Beiträge im Architektenwettbewerb habe es eine öffentliche Ausstellung gegeben. Danach die umfangreiche Berichterstattung in der Zeitung.

Als Antwort auf die öffentlich geäußerte Kritik habe der Magistrat dann zu einem Ortstermin ans Strandbad geladen, zu dem auch die Kandidaten der Bürgerliste und Offenen Liste erschienen seien. Die kurzfristig vom Magistrat erstellten Tischvorlagen seien Antworten auf die kurzfristig gestellten Fragen der Bürgerliste. Er sei sehr überrascht, so der Bürgermeister, dass die Bemühungen der Verwaltung nicht gewürdigt würden, am Mittwoch schon Antworten vorzulegen, die erst am Montagabend per Mail im Rathaus eingetroffen seien. Das sei keine Zettelwirtschaft, sondern zügiges Verwaltungshandeln.

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