So klingt die Region: WLZ-Serie "Musiker im Porträt"

Mit Strange Coffee querbeet durch die Musikwelt

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Machen Musik als Strange Coffee: (von links) Michael Patzer, Henning Berthold, Flori an Tratzki, Gregor Kuwal und Markus Wacker im Probenraum. 

Bad Arolsen – Ob Rock, Pop, Soul oder Heavy Metal: Zahlreiche Solokünstler und Bands aus Waldeck-Frankenberg sorgen für handgemachten Sound. In einer Serie stellen wir Musiker vor. Heute Strange Coffee aus Nordwaldeck.

Mit einem Gespräch über Gitarren fing 2001 alles an. Damals lernten sich Henning Berthold und Markus Wacker kennen, gemeinsam wollten die beiden mal Gitarre spielen. Schnell kamen dann Stefan Weisenfeld und Florian Tratzki dazu und die Jungs merkten: Das funktioniert ziemlich gut. Zunächst zu viert machte die Gruppe Rockmusik, dann standen einige personelle Änderungen an: Stefan Weisenfeld zog weg, 2008 kam Michael Patzer hinzu.

Zeitgleich änderte sich auch der Sound der Gruppe, es ging mehr in Richtung Akustik, nachdem sich Henning Berthold und Markus Wacker vorher jahrelang „die Seele aus dem Leib gesungen“ haben.

Beim Rockkonzert am Arolser Schloss: Strange Coffee

In der Anfangszeit standen viele eigene Lieder auf der Setliste, „doch wir steckten irgendwann in der melancholischen Schiene fest“, sagt Henning Berthold. So wechselte Strange Coffee zu Coversongs. Auf ein bestimmtes Genre sind sie dabei nicht festgelegt, gespielt wird querbeet alles, was sie selbst mögen. Dabei beschränken sie sich nicht auf die Top 40 der Charts, sagt Gregor Kuwal, der seit gut vier Jahren dabei ist. „Wir spielen bekannte, aber auch eher unbekannte Songs.“ Aber: „Wir sind keine Party-, sondern eher eine Konzertband“, ergänzt Henning Berthold. Unterricht hatte keiner von ihnen, alles haben sie sich selbst beigebracht. Und auch jetzt noch, nach vielen Jahren des Bestehens, haben sie Spaß daran, neue Instrumente auszuprobieren und einzusetzen. Ob Mundharmonika oder Mandoline.

Auch wenn derzeit Coverlieder auf der Setliste stehen: Ideen für eigene Songs gibt es zuhauf, jeder steuere mal Texte bei. Oft fehle aber einfach die Zeit, sich dahinter zu klemmen und die Lieder auch fertigzustellen, sagen die Musiker. Eines ihrer Ziele ist aber dennoch – neben einer eigenen CD – ein Set mit komplett eigenen Songs zu haben.

15 bis 20 Auftritte haben die 33- bis 45-Jährigen jedes Jahr. Wo sie auf der Bühne stehen, suchen sie sich selbst aus. Schließlich wollen sie selbst auch Spaß bei ihren Auftritten haben. Eine feste Gage bekommen sie dafür nicht, die stehe lediglich dem Tonmischer zu. Eine Aufwandsentschädigung müsse aber für die Musiker immer drin sein, „man darf sich nicht unter Wert verkaufen“, sagt Gregor Kuwal. Der nächste Auftritt ist am 11. Januar in Salvas Pub in Bad Arolsen.

"Wir nehmen uns selbst nicht ganz so ernst"

Bis dahin treffen sich die fünf Musiker aus Nordwaldeck und Gasterfeld wie jeden Mittwoch zum Proben in Landau. Dabei geht es aber nicht nur darum, neue Songs einzustudieren. Manchmal sitzen sie einfach nur zusammen, trinken ihr Lieblingsgetränk Kaffee und quatschen einfach. Bei ihren Gigs seien sie zuverlässig, sagen die Jungs, insgesamt sind „wir aber eher eine chaotische Truppe. Wir nehmen uns selbst nicht ganz so ernst“.

Weitere Infos und Kontakt über die Internetseite von Strange Coffee, bei Facebook, auf Instagram auf den Seiten von Henning Berthold und Markus Wacker. Videos von Auftritten gibt es bei YouTube

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