Twistetal-Berndorf

Streit um die Kinder endet mit Gewalttat

- Twistetal-Berndorf (-ah-). Erhebliche Spannungen zwischen dem wegen versuchten Mordes vor Gericht stehenden Vater sowie seiner Ex-Frau und ihrem neuen Ehemann kamen am dritten Prozesstag zur Sprache.

Während die 36-jährige Mutter der am 3. April in Berndorf vom Vater mit dem Hammer zum Teil lebensgefährlich verletzten Kinder noch kurz nach der Tat gegenüber Medien Auskunft gab, sagte sie gestern vor dem Landgericht Kassel nichts. Die im Frankenberger Raum lebende Frau machte von ihrem Aussageverweigerungsrecht als geschiedene Ehegattin Gebrauch. Sie ist inzwischen wieder verheiratet und hat mit ihrem neuen Gatten eine am 10. Juni dieses Jahres geborene Tochter. Sie erklärte sich damit einverstanden, dass der Polizeibeamte bei einem späteren Termin als Zeuge gehört wird, der sie im Zuge der Ermittlungen nach der Tat vernommen hatte. Der seit diesem Jahr mit ihr verheiratete Ehemann schilderte als Zeuge vor Gericht die Situation am 4. April, als die Mitteilung über die schrecklichen Ereignisse in Berndorf kam: Rettungswagen, Arzt und Pfarrer seien mit angerückt, als Polizisten von dem Angriff des Vaters berichteten. Die damals Hochschwangere sei zusammengebrochen und noch heute in psychologischer Betreuung.„Den Kindern geht’s gut. Die Älteste geht wieder zur Schule, die beiden Jüngeren besuchen den Kindergarten“, berichtete der 48-Jährige. Bei einer Tochter sei wohl noch eine Operation fällig, doch sonst seien keine körperlichen Schäden zurückgeblieben. Der Zeuge berichtete von erheblichen Spannungen zu dem inzwischen inhaftierten Vater Werner B. Dessen Kinder hätten sich allerdings stets auf die Besuche bei B. gefreut. Die Mutter habe das alleinige Sorgerecht beantragen, dem Vater aber nicht den Umgang mit den Kindern untersagen wollen. Mehr in der gedruckten Ausgabe.

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