Anlagen gehen zum Jahresende in Betrieb

Strom aus dem Windpark Landau für 4500 Haushalte

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Das Fundament für die zweite Windkraftanlage im Stadtwald Landau ist inzwischen fertiggestellt worden. Bis Anfang des kommenden Jahren sollen beide Windmühlen in Betrieb gehen.

Spätestens Anfang 2020 werden die Bauarbeiten am Windpark im Stadtwald Landau abgeschlossen sein. Die erste Anlage wird am 18. November in Betrieb genommen.

Die zweite Windmühle wird demnächst aufgebaut. Auf der Baustelle konnten etwa 80 Bürger aus dem Raum Wolfhagen und Bad Arolsen, vor allem viele Landauer, sehen, wie weit die im Frühjahr begonnenen Arbeiten gekommen sind.

Bis auf 200 Meter Höhe

Die beiden Windkraftanlagen der dänischen Firma Vestas werden bei einer Nennleistung von jeweils 3,45 Megawatt 4500 Haushalte mit Strom versorgen können. Die Türme ragen bis zu einer Nabenhöhe von 137 Metern auf.

Das Fundament für die zweite Windkraftanlage im Stadtwald Landau ist inzwischen fertiggestellt worden. Bis Anfang des kommenden Jahren sollen beide Windmühlen in Betrieb gehen.

Durch die Rotorblätter mit einer Gesamtlänge von jeweils 126 Metern erreichen die Windmühlen fast 200 Meter Höhe. Betreiben wird die Anlagen die Gesellschaft Trianel Erneuerbare Energien.

Antrag 2015 gestellt

Das Unternehmen Abo Wind bemühte sich schon vor einigen Jahren um die Errichtung von Windmühlen in der Region, so Schmuck.

Geplant waren zunächst Anlagen im so genannten Offenland in Landau und im Gasterfelder Holz. Doch diese Pläne haben sich zerschlagen. Im Sommer 2015 wurde der Bau von vier Windmühlen im Stadtwald Landau beantragt.

Neue Aufforstungen

Das dafür erforderliche öffentliche Verfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz, so Schmuck, sollte nach sieben Monaten abgeschlossen sein. Doch gedauert habe es drei Jahre, bis endlich die Genehmigung erteilt wurde. 

Aus Gründen des Naturschutzes wurden aber nur die beiden Anlagen genehmigt, die zum Jahresende in Betrieb gehen sollen.

Anfang 2020 sollen alle Baugeräte weggeräumt sein. Dann werden Ersatzaufforstungen vorgenommen und im unmittelbaren Bereich um die Anlage Bäume nachgepflanzt.

Das ist das "kräftigste Zugpferd"

Als „kräftigstes Zugpferd“ bei den erneuerbaren Energien bezeichnete Manuel Schmuck von dem Unternehmen Abo Wind die Windkraft. Bei dem Tag der offenen Baustelle im Stadtwald Landau kritisierte er aber „politische Trägheit“ im Land und im Bund bei dem Ausbau der Windenergie. 

Teile der zweiten Windkraftanlage im Stadtwald Landau liegen bereit. 

Nach der Ankündigung des Ausstiegs aus der Atomkraftnutzung sei die Zahl der Windkraftanlegen bis 2016 stark angestiegen, danach jedoch sei die Zahl der  Neubauten zurückgegangen. Zwar seien zwei Prozent der Fläche Hessens Vorranggebiete für die Windkraft, doch seien in diesem Jahr in dem Bundesland noch keine zehn Anlagen fertiggestellt worden. 

International aktiv

Für die Windkraft-Branche ist diese Entwicklung zwar ein Problem, doch die Projektentwickler bei Abo Wind mit insgesamt 500 Mitarbeiter sind nach den Worten von Schmuck guten Mutes, dass das Management die richtigen Weichen gestellt habe. Schließlich würden Projekte auch in Frankreich und in Finnland geplant.

 Betreiber wie Trianel Erneuerbare Energien vermissen Fortschritte beim Bau von Stromtrassen. Dadurch kommt es zu Überkapazitäten, die in ausländische Netze eingespeist werden müssen. 

Die erste der beiden Windkraftanlagen im Stadtwald Landau geht demnächst in Betrieb. 

Dafür und für den bei Engpässen benötigten Atomstrom müssen dann erhebliche Zuschläge gezahlt werden, was wiederum den Strompreis zusätzlich verteuert. Zudem müssten Anlagen abgeschaltet werden. An der Trianel Erneuerbare Energien (TEE) sind 37 Stadtwerke aus Deutschland sowie die Stadtwerke-Kooperation Trianel beteiligt. 

Hohe Investitionen

Gemeinsam investieren sie eine halbe Milliarde Euro für den Bau von Windkraft- und PV-Freiflächenanlagen in Deutschland. Die Leistung beträgt rund 44 MW bei Photovoltaik und rund 138 MW aus Windkraft in sieben Bundesländern. 

Seit 1996 hat der Projektentwickler Abo Wind europaweit gut 650 Wind- und Solarenergieanlagen mit rund 1400 Megawatt Leistung ans Netz gebracht. Jährlich werden Anlagen mit einem Investitionsvolumen von 300 Millionen Euro gebaut.

Auch bei Adorf wurde gebaut. Hier wurden ausfünf Windrädern zwei gemacht. 

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