Rhoder Altstadt wird zum Studienobjekt

Studenten suchen nach pfiffigen Lösungen

Diemelstadt-Rhoden. - Studenten der Universität Kassel haben Rhoden ins Visier genommen und suchen ab sofort nach kreativen Ideen, die im Rahmen des „Städtebaulichen Denkmalschutzes“ umgesetzt werden könnten.

Diemelstadt-Rhoden. Wie lassen sich die Vermarktungschancen leer stehender Häuser in Rhoden erhöhen? Im Rahmen eines studentischen Projektes unter Leitung der Hochschullehrer Prof. Dipl.-Ing. Alexander Eichenlaub und Prof. Dipl.-Ing. Thomas Bieling werden Studenten des Fachbereiches Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung insgesamt sechs leer stehende Häuser in Rhoden untersuchen, um nach einer Bestandsaufnahme Entwürfe für eine Nutzung zu erarbeiten. Auch Landeskonservator Dr. Bernhard Buchstab sowie Walter Schumann von der Unteren Denkmalbehörde des Landkreises Waldeck-Frankenberg sind in das Projekt eingebunden. Je zwei Studenten erstellen dazu zunächst eine aktuelle Bestandsplanung und erarbeiten anschließend ein komplettes Sanierungskonzept einschließlich einer Kostenschätzung für sechs ausgewählte, leer stehende Häuser. Hierzu müssen die Gebäude begutachtet, komplett vermessen und Sanierungsmängel festgestellt werden. Anschließend wird unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Vorgaben ein Sanierungs- und Nutzungskonzept erstellt. Dazu werden die Studentinnen fachlich durch Walter Schumann von der Denkmalbehörde des Landkreises Waldeck-Frankenberg beraten. Darauf aufbauend wird von der NH-Projektstadt unter Berücksichtigung der vorgelegten Kostenschätzung der erforderlichen Sanierungsarbeiten eine fiktive Förderkulisse für jedes Objekt erstellt. So kann potenziellen Käufern oder sanierungswilligen Eigentümern gleich ein „Gesamtpaket“ mit Planunterlagen, Sanierungskonzept, Kostenrahmen und zu erwartenden Fördermitteln an die Hand gegeben werden kann. Sowohl die jeweiligen Hauseigentümer als auch die Stadt Diemelstadt erhoffen sich davon eine bessere Vermarktung der einzelnen Objekte. Bürgermeister Elmar Schröder spricht von einer „Win-Win-Situation“ für alle Beteiligten. Zum Einstiegstermin wurden den Studenten bei einem Stadtrundgang zunächst der geschichtliche Hintergrund im Ortskern von Rhoden durch Karl Heinemann und Sigrid Römer vom Verein Historisches Ortsbild Diemelstadt erläutert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare