Kleine Gemeinde richtet großes Sammellager für Hilfsgüter ein

Ein Stück Hoffnung für syrische Christen

Die Syrisch-Aramäische Hilfsorganisation hat in der Bad Arolser Helenenstraße die Räume des ehemaligen Aldi- und Schlecker-Ladens als Sammelstelle für Hilfsgüter übernommen. Auf dem Foto v.l. Efram Yalcin aus Paderborn, Vorsitzender Georg König aus Bad Arolsen und der Bad Arolser Gemeindeälteste Gabriel Fidan. Am Wochenende wird der Patriarch der christlich-orthodoxen Glaubensgemeinschaft, Seine Heiligkeit Moran Mor Ignatus Aphrem II, in Bad Arolsen erwartet. Foto: Schulten

Bad Arolsen - Der Verfolgungsdruck in ihren Herkunftsländern ist groß. Ebenso groß ist die Hoffnung auf ein friedliches Leben in Deutschland. Die Syrisch-Orthodoxe Kirche und ihre Caritas-Hilfsorganisation haben in Bad Arolsen ein neues Zentrum mit Sammellager für Hilfsgüter eröffnet.

Gabriel Fidan ist als Gemeindeältester in der Region wohlbekannt. Seit gut 20 Jahren lebt er mit seiner Familie in Bad Arolsen. Nach Deutschland kam er vor 36 Jahren, arbeitete hart und baute sich eine eigene Existenz auf.

Vor Jahren ließ er aufhorchen, als er sich anschickte, seine Kirche beim Kauf des leer stehenden Klosters in Warburg zu unterstützen. Seitdem ist Warburg Bischofssitz der Syrisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland.

Die Gemeinden sind freilich überschaubar: Im Umkreis von Paderborn bis nach Arolsen bekennen sich etwa 70 Christen zum syrisch-orthodoxen Glauben. Die Nachrichten aus ihrer Heimat sind nicht gut: in Syrien fallen Bomben.

Christen sind in den Augen der Kämpfer des sogenannten Islamischen Staates (IS) Freiwild. Aber auch schon vor dem Erstarken des IS waren die syrisch-aramäischen Christen der Kirche von Antiochien Verfolgung gewohnt. Sie sehen sich als Nachfahren der ersten christlichen Gemeinden im Heiligen Land. Aramäisch gilt als die Muttersprache Jesu.

In Europa und Deutschland suchen und finden sie ein Leben in Frieden, ohne jedoch ihre Glaubensbrüder im Nahen Osten zu vergessen.

Deshalb wurde jetzt im ehemaligen Ladengeschäft von Aldi und Schlecker an der Ecke Bahnhofstraße / Helenenstraße ein Sammellager für Hilfsgüter eröffnet. Vor allem Winterkleidung, aber auch Geld wird erbeten.

Die Hilfsgüter werden dann auf verschlungenen Wegen auch in die entlegensten Dörfer gebracht, wo die meisten Hilfsorganisationen nicht gefahrlos agieren können. Ansprechpartner für Hilfsangebote aller Art ist der Vorsitzende der Caritas Syrisches Kreuz, Georg König, Telefon 0172/5800983, Mail: dcn.g.koenig@gmail.com

Wer sich über die Lage der Syrisch-Orthodoxen Kirche und über die Arbeit der Hilfsorganisation informieren möchte, ist am heutigen Sonnabend und morgigen Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr im Haus Bahnhofstraße 41 mit und ohne Kleiderspenden willkommen. Spenden an die Syrisch-Aramäische Hilfsorganisation SAHOIC bei der Kasseler Bank, Sepa DE65 5209 0000 0040 4245 04

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