Zuschussbescheide im Bad Arolser Rathaus übergeben

SWIM-Hilfe für Freibadvereine in Landau und Mengeringhausen

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Rettungsringe für die Freibäder: Hessens Innenminister Peter Beuth überbringt zwei Zuschussbescheide an die Schwimmbadvereine von Mengeringhausen und Landau aus dem Swim-Programm für dringend notwendige Erhaltungsreparaturen. Die Rettungsringe halten die Vorsitzenden aus Mengeringhausen Alfred Reuter und Landau Gerhard Menkel. Rechts im Bild: der CDU-Landtagsabgeordnete Armin Schwarz, in der Mitte Sportkreisvorsitzender Uwe Steuber, Bürgermeister Jürgen van der Horst und Minister Peter Beuth.  

Die beiden Freibadvereine in Mengeringhausen und Landau werden mit 60. 000 und 58. 000 Euro vom Land Hessen unterstützt. Die entsprechenden Förderbescheide überbrachte Hessens Innenminister Peter Beuth in seiner Eigenschaft als Sportminister am Sonnabend im Bad Arolser Rathaus.

Bad Arolsen. Das Geld ist in Mengeringhausen für den Einbau einer neuen Filteranlage bestimmt. Die Gesamtkosten summieren sich dort auf 175. 000 Euro. Dazu steuert die Stadt Bad Arolsen 60. 000 Euro bei. 55. 000 Euro kommen vom Trägerverein in Form von Eigenleistungen und Eigenmitteln.

Ähnlich die Situation in Landau: Hier sollen 153 .500 Euro unter anderem für die Sanierung der Beckenrandkrone verbaut werden. Die Stadt steuert hier 76. 000 Euro bei, das Land 58. 000 Euro. Die restlichen rund  20.000 Euro sind Eigenmittel des Vereins und Eigenleistungen.

Die Landeszuschüsse stammen aus dem Förderprogramm SWIM des Landes Hessen und sollen dazu beitragen, die Schwimmbad-Infrastruktur im Land zu erhalten, wie der Minister betonte.

Damit solle zum einen der Breitensport gefördert werden, zum anderen aber auch die Eltern befähigt werden, ihren Kindern das Schwimmen beizubringen. Und Bürgermeister Jürgen van der Horst ergänzte: „Bei 30 Grad im Sommer gibt’s nichts Besseres als ein Freibad vor Ort.“

Volksfeststimmung an schönen Sommertagen im Freibad

Der CDU-Landtagsabgeordnete Armin Schwarz, der sich dafür eingesetzt hatte, das Förderprogramm auf die Bedürfnisse der kleinen Trägervereine zuzuschneiden, sprach gar von „Volksfestatmosphäre“, die immer dann herrsche, wenn Schwimmmeister Peter Hosse im Landauer Freibad die Männer der Bergstadt als Wellenbad-Motor antreibe.

Tatsächlich würden die Ehrenamtlichen in den Freibadvereinen einen wertvollen Beitrag für die Lebensqualität in der Region leisten und der „Heimat ein Gesicht“ geben.

Bürgermeister Jürgen van der Horst erinnerte daran, dass die Stadtväter nach dem Bau des Arabella-Bades die Freibäder hätten für immer schließen wollen, weil die Betriebskosten einfach zu hoch geworden seien. Nur durch den Einsatz der Schwimmbad-Vereine sei es möglich gewesen, die Bäder zu erhalten.

Nun aber stünden größere Investitionen an, die weder die Stadt noch die Vereine alleine stemmen könnten. In dieser Situation komme das Förderprogramm des Landes gerade recht.

Landesregierung hat 77 Sanierungsprojekte als förderfähig anerkannt

Minister Beuth rechnete vor, dass das Land über fünf Jahre jeweils zehn Millionen Euro in den Erhalt der Schwimmbäder im Lande investiere. Im vergangenen Jahr seien mehr als 100 Förderanträge eingegangen, von denen 77 förderfähig seien, 48 Maßnahmen mit einem Volumen von 11,4 Millionen Euro seien bewilligt worden, darunter auch die Freibad-Projekte in Vasbeck und Rhoden, nun eben auch in Landau und Mengeringhausen.

Dafür dankte auch der Vorsitzende des Sportkreises Waldeck-Frankenberg, Uwe Steuber. Er nutzte die Gelegenheit, um auch Gerhard Merkels Vorstoß in Sachen Schwimmbad-Förderung zu würdigen. Der Vorsitzende des Freibad-Vereins in Landau und Sportchef der Waldeckischen Landeszeitung habe zur rechten Zeit auf die großen Finanzierungslücken bei den Freibad-Vereinen im Landkreis hingewiesen und in Armin Schwarz einen tatkräftigen Mitstreiter gefunden.

Nun wünsche die der Sportkreis weitere Impulse des Landes bei der Ausbildung und Mitfinanzierung von Übungsleitern. Auch bei der Schwerpunktförderung von Sportstätten hat der Sportkreis Verbesserungswünsche. Die maximale Fördersumme von 20 Prozent auf eine Investitionssumme von bis zu einer Million Euro sei im Einzelfall zu wenig.

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