Konzert der Musiker der Christian-Rauch-Schule Bad Arolsen in Stadtkirche

Swingende Weihnachtsweisen

Bad Arolsen - Mit festlicher Bläsermusik, schwungvollen Klassikern und sinfonischen Orchesterwerken haben die „Musici“ der Christian-Rauch-Schule auf die Festtage eingestimmt.

Bad Arolsen. Voll besetzt bis in die hinterste Reihe waren die beiden großen Konzerte in der Stadtkirche auch in diesem Jahr wieder. Die „Stammhörer“ wissen schließlich genau, dass man sich diesen Ohrenschmaus nicht entgehen lassen sollte. Kein Wunder, dass auf die Frage von Oliver Mathes und Lukas Dörrie, wer denn zum ersten Mal im CRS-Weihnachtskonzert sei, nur einige wenige Hände in die Höhe gingen. Ein Jahr lang haben sich Schüler aller Jahrgangsstufen mit ihren Musiklehrern auf das Konzertereignis vorbereitet. Das Ergebnis konnte sich nicht nur hören lassen, sondern verleitete die Zuhörer sogar zu frenetischen Beifallsstürmen, wahlweise mit Fußgetrappel oder Bravo-Rufen gepaart. Ensembles und einzelne Solisten waren zu hören und ältere Schüler als Dirigenten, Komponisten oder auch zur Verstärkung der jüngsten Ensembles zu erleben. Das beeindruckte und machte Spaß, zumal ein Schwerpunkt auch in diesem Jahr wieder auf swingenden Weihnachtsmelodien lag. Der „Aderlass“, von dem Orchesterchef Rainer W. Böttcher im Zusammenhang mit 18 angehenden „Musici“-Abiturienten sprach, dürfte von Nachwuchs aus den Orchesterklassen locker wettgemacht werden. Diese präsentierten Highlights wie das mitreißende „Christmas Spiritual“, dirigiert von den Musiklehrern Steffen Hause, Jörg Neurath und Maria Muth sowie den Schülerinnen Christine Schulten und Katharina Nebel. Mit festlichen Stücken und viel „Brass“ präsentierten sich das CRS-Blechbläserensemble sowie das Vororchester und das Bläserorchester der Musikschule, beide geleitet von Thomas Henze. Mit dem Song „Waiting for Christmas“, der am Donnerstag erstmals von drei Schülerinnen vorgetragen wurde, hat außerdem das Songwriting-Projekt der Qualifikationsstufe 1 Früchte getragen. Dass es auch mal ganz ohne Instrumente geht, bewiesen die Schulchöre, angefangen vom jazzigen „Hallelujah“ des Unterstufenchors bis zu swingenden Gospelklängen in „Glorious
Kingdom“ des Großen Chores. Der Kammerchor, der mit dem mehrstimmigen „Cantate Domino“ beeindruckte, wurde von Musikreferendar Stefan Rhode als vierzehntem Sänger verstärkt. Das mehrere Hundert Stimmen umfassende Stadtkirchenpublikum als größter Chor musste sich an dieser Stelle bis zu seinem Einsatz noch ein wenig gedulden. Erst einmal war nämlich noch das Schulorchester dran, dessen Mitglieder es optisch und akustisch längst mit Profis aufnehmen können. Das beste Beispiel lieferte die gloriose „Polarexpress“-Concert-Suite, gefolgt vom Allegro aus Vivaldis Konzert a-Moll, bei dem der Achtklässler Jochen Mause als mit Abstand jüngster Instrumentalsolist bejubelt wurde. Mit Metallicas „Nothing else matters“, gespielt vom Celloquartett Q3, war auch für die Hardrockfreunde etwas dabei. Und Leroy Andersons schwungvolles „Christmas Festival“ hat im CRS-Weihnachtskonzertmittlerweile fast ebensolchen Klassikerstatus wie das von allen gemeinsam angestimmte „O du fröhliche“. Angefeuert wurden die Zuhörer diesmal aber schon früher: mit dem Orchester vor und dem singenden Publikum hinter sich, war Rainer W. Böttcher zum Klassiker „Herbei, o ihr Gläubigen“ ganz damit beschäftigt, in alle Richtungen zu dirigieren. Auch die Orgel, gespielt von Thomas Meesters und Lea Gräbe, fiel ein und machte den festlichen Klang perfekt.(sim)

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