Bürgermeister Elmar Schröder ist ein Freund moderner Kommunikationstechnik

Teamplayer setzt auf Transparenz

Als gut durchorganisierter Bürgermeister lässt Elmar Schröder alle Abteilungsleiter wissen, wie sein Terminkalender aussieht. Den Planer auf seinem Smartphone synchronisiert er regelmäßig mit seinen PCs. Das bedeutet mehr Transparenz.Foto: Schulten

Diemelstadt - Ende dieser Woche hat Diemelstadts neuer Bürgermeister Elmar Schröder seine ersten 100 Tage im Amt absolviert. Grund genug für eine erste Zwischenbilanz des neuen Rathauschefs.

Er fühlt sich sichtlich wohl in seiner Aufgabe.Voller Elan geht er die vielen kleinen und großen Baustellen an und kann auch schon auf die ersten Erfolge verweisen. „Es gab in den vergangenen Wochen nicht einen Moment, an dem ich am Schreibtisch gesessen und mich gefragt hätte: So, was fange ich denn jetzt an? - Ich war sofort online und es ging los.“

Hervorragende Mannschaft

Bis Ende Januar war der neue Diemelstädter BürgermeisterAbteilungsleiter in der rund 1000 Mitarbeiter starken Stadtverwaltung von Paderborn. Insofern war der Wechsel ins kleine Rathaus eine neue Erfahrung. In einer Kleinstadt ist der Bürgermeister ganz nah dran an den Menschen: „Was man morgens hier entscheidet, kann man abends bei der Vereinsversammlung um die Ohren gehauen bekommen.“

Im Zweifel ist der Bürgermeister zugleich auch oberster Sachbearbeiter. Doch Schröder weiß zu delegieren und gibt die Linien vor. Dabei kann er sich voll uns ganz auf seine Rathaus-Mannschaft verlassen: „Das ist wie bei Borussia Dortmund: Unser Bauamtsleiter Eckhard Bodenhausen steht an der Front und ist wie die Stürmer in der Fußballmannschaft. Im Mittelfeld spielt unser Hauptamtsleiter Claus Wetekam. Chef unserer Finanzabteilung, Jörg Romberger, ist wie der Mann im Tor. Der darf nichts anbrennen lassen.“

Die Kommunalpolitiker im Stadtparlament vergleicht Schröder mit BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke: „Die geben die Ziele vor.“

Für sich selber hat Bürgermeister Schröder die Position des Trainers Jürgen Klopp ausgeguckt. „Der muss die Mannschaft anspornen.“ Für Schröder steht fest: „Unsere Mannschaft ist hervorragend aufgestellt. Wir haben sehr fleißige Mitarbeiter in der Verwaltung.“

Der Vergleich mit dem BVB-Geschäftsführer kommt bei Schröder nicht von ungefähr: Die beiden Erlinghäuser sind quasi mit einander groß geworden. Watzkes Vater hat Schröder in die Junge Union geholt. Politisch sieht Schröder ihn als seinen Ziehvater an.

Die Parteipolitik soll aber keine Rolle im Rathaus spielen. Mit diesem Versprechen ist er angetreten. So führt er sein Amt. Mit dem Ersten Stadtrat Dieter Oderwald von der SPD pflegt er eine enge Zusammenarbeit.

Informationen für alle

Der ganze Magistrat bekommt Einblick in den Terminkalender des Bürgermeisters. Auch die Abteilungsleiter im Rathaus wissen, was beim Chef auf der täglichen Agenda steht.

Alle wissen, was gerade im Hintergrund vorbereitet wird. Auch die Fraktionen werden alle gleichermaßen informiert: „Keiner soll das Gefühl bekommen, der jeweils andere werde bevorzugt. Das funktioniert ganz hervorragend“, freut sich Schröder.

Bewährt haben sich seine Sprechstunden, die regelmäßig von acht bis zehn Bürgern wahrgenommen werden.

Für seine ersten sechs Jahre hat Schröder sich ein strategisches Programm gegeben, das er gerne im Zusammenspiel mit Politik, Verwaltung, Bürgern und Vereinen umsetzen möchte. Er selber versteht sich dabei als Moderator.

Familienfreundliche Stadt

Sein Ziel ist es zuallererst, Diemelstadt zukunftsfähig zu machen: „Zum Waldecker Lebensgefühl gehört nicht nur Historie und Denkmalschutz.“ Daher müsse das Gewerbegebiet an der Autobahn weiter ausgebaut werden.

Die von Schröder neu geschaffene Kommission „Familienfreundliche Diemelstadt“ hat sich nach einer Ortsbesichtigung des Bad Arolser Kindergartens am Königsberg dafür ausgesprochen, ein Modulhaus für den Rhoder Kindergarten anzuschaffen, in dem die Betreuung der Unterdreijährigen erfolgen kann. Die U-3-Betreuung in Wrexen wird im vorhandenen Gebäude sichergestellt.

Wie es in der Altstadt von Rhoden weitergehen soll, wird demnächst beim Architektenwettbewerb zur Gestaltung des Schlossplatzes entschieden. Außerdem sind zwei Studentengruppen damit beschäftigt, Nutzungen für sieben Privathäuser und für das leer stehende Schloss zu entwickeln.

Mit Hochdruck arbeitet Schröder derzeit hinter den Kulissen daran, dem Rhoder Schloss wieder neues Leben einzuhauchen. Schröder: „Die Entscheidung liegt jetzt beim Kreis. Ich habe da ein gutes Gefühl.“

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