Ticketverkauf hat begonnen

Barock-Festspiele 2020: Vieldeutige Beziehungen machen die Musik aus

Ausblick auf die Barockfestspiele 2020: Von links Intendantin Prof. Dorothee Oberlinger, Erster Stadtrat helmut Hausmann, Claudia Wagener und Wilhelm Müller vom städtischen Gästezentrum, Bürgermeister Jrügen van der Horst Diana Maria Frizr. Foto: Elmar Schulten
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Ausblick auf die Barockfestspiele 2020: Von links Intendantin Prof. Dorothee Oberlinger, Erster Stadtrat Helmut Hausmann, Claudia Wagener und Wilhelm Müller vom städtischen Gästezentrum, Bürgermeister Jürgen van der Horst und  Diana Maria Friz. 

Mit einem Gesamtbudget von 164.000 Euro sind die 35. Bad Arolser Barock-Festspiele kalkuliert, die vom 20. bis 24. Mai in der ehemaligen barocken Residenzstadt aufgeführt werden.

Die Ticketpreise können nur deshalb unverändert zum Vorjahr bleiben, weil sich wieder viele Sponsoren gefunden haben, die die Stadt bei diesem Projekt unterstützen. Allen voran nannte Bürgermeister Jürgen van der Horst   bei der Vorstellung des neuen Programms die hessische Landesregierung und die Sparkassenkulturstiftung.

Zum zwölften Mal in Folge zeichnet die die renommierte Blockflöten-Virtuosin, Prof. Dorothee Oberlinger für das Festspielprogramm verantwortlich. Es steht unter dem vieldeutigen Titel „Beziehungs-Weisen“ und soll darauf verweisen, dass es die vielfältigen zwischenmenschlichen Beziehungen sind, die Musik entstehen lassen, seien es die Beziehungen zwischen den Komponisten, zwischen Mann und Frau oder zwischen den Musikern. Dieses Thema greift auch das Titelbild des Programmhefts auf, das Gemälde aus dem 17. Jahrhundert zeigt die Allegorie der Freundschaft, versinnbildlicht im Zusammenspiel von Laute, Cembalo und Gambe.

Eröffnungsfestakt in der Fürstlichen Reitbahn

Bemerkenswert ist, dass die Barock-Festspiele nach längeren Pause auch wieder den direkten Austausch mit der Christian-Rauch-Schule suchen. So wird noch vor dem eigentlichen Eröffnungskonzert der russische Cellist Davit Melkonyan unter dem Titel „Zweimal gehört“ ein Konzert im Musiksaal der Schule geben, einmal unkommentiert und ein zweites Mal nach intensivem Austausch mit den Schülern.

Den Eröffnungsfestakt sollen diesmal die Musiker des Jugendsinfonieorchesters der Christian-Rauch-Schule musikalische gestalten, und zwar gemeinsam mit dem russischen Cellisten.

Weil das Jugendsinfonieorchester der Schule zu groß für den Steinernen Saal ist, soll der Festakt erstmals in der Fürstlichen Reitbahn stattfinden.

Das Eröffnungskonzert wird dann am Mittwoch, 20. Mai, um 20.30 Uhr von der Accademia del Piacere unter Leitung des Gambisten Fahmi Alqhai gestaltet. Unter dem Titel „Dialogos - von alten und neuen Klängen“ wird das Ensemble in den musikalischen Dialog mit der Flamencosängerin Rocio Marquez treten.

Intendantin Dorothee Oberlinger kommentiert: „Das passt prima zum Motto. Schließlich dreht sich beim Flamenco alles um Beziehungen.“

Von Bach bis Jimi Handrix

Der Himmelfahrtstag, 21. Mai, bietet gleich drei Konzerte: Den Auftakt macht um 11.30 Uhr bei der Matinee junger Künstler im Rauch-Museum die preisgekrönte Geigerin Alfia Bakieva, die ihr Konzert im Rauch-Museum dem schwedischen Komponisten Johan Helmich Roman und seinem italienischen Vorbild Arcangelo Corelli widmet. 

Um 16.30 Uhr sind zwei befreundete Ikonen der Alten-Musik-Szene, der Engländer Nigel North (Laute) und der Niederländer Han Tol (Flöte) in der Schlosskapelle zusammen zu erleben. Unter dem Titel „La suave melodia“ (Die sanfte Melodie sind Werke von Andrea Falconieri, Gottfried Finger, Marco Uccellini, Jacob van Eyck und anderen zu hören. 

Dirigent und Telemann-Preisträger Hermann Max gestaltet um 20 Uhr mit seinem „Kleinen Konzert“ mit Kantaten und Sinfonien der Blumenfreunde Händel und Telemann den festlichen Abschluss des Himmelfahrtstages in der Stadtkirche.

Helser Hofkirche ist zum Dorfjubiläum 1150 Jahre Helsen Spielort

Am Freitagnachmittag beleuchtet die junge Sopranistin Anna Herbst in der ehemaligen Helser Hofkirche im Rahmen des Dorfjubiläums 1150 Jahre Helsen die frühbarocke Komponistin Barbara Strozzi und ihre Beziehungen zu Monteverdi und ihrem Vater und Librettisten Giulio Strozzi.

 Am Freitagabend reflektiert der Starbratscher Nils Mönkemeyer mit dem Lautenisten Andreas Arend im Steinernen Saal des Residenzschlosses in einem experimentellen Programm die Musik Johann Sebastian Bachs bis hin zu Jimi Hendrix.

In Vorfreude auf die 35. Barock-Fesspiele: V on links Michael Oman, Dorothee Oberlinger, Maurice Steger, die gemeinsam das Abschlusskonzert der Festspiele am 23. Mai 2020 gestalten werden. 

 Im Abschlusskonzert am Samstag, 23. Mai stellt sich Dorothee Oberlinger persönlich mit ihren Flötenkollegen Maurice Steger und Michael Oman in ihrem gemeinsamen „Eurowinds-Projekt“ vor – ein echtes Exklusivprogramm, denn die Musiker stehen trotz ihrer engen Beziehung normalerweise nicht gemeinsam auf der Bühne. 

Karten für alle Konzerte gibt es ab sofort beim stätischen Gästezentrum unter Telefon 05691/801-240 sowie im Internet unter www.arolser-barockfestspiele.de

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