Winnie Wackelzahn wird in Mengeringhausen aufgeührt

Twister Musical weltweit gespielt

Vampirforscher Linus von Hering mit seinen Nichten Lucie und Nina. Fotos: Sandra Simshäuser

Bad Arolsen-Mengeringhausen. - Man nehme ein wenig „Dracula“, gebe mehrere Prisen Spaß, Musik und einen Schuss Blutorangensaft dazu - fertig ist der „Winnie Wackelzahn“-Cocktail! Die Rezeptur gefiel kleinen und großen Kindern im Statt-Theater Mengeringhausen.

Blutschlecken gegen Zahnausfall ist ein recht gewöhnungsbedürftiges Mittel. Wie gut, dass die Vampir-Familie Wackelzahn nicht allzu nah am Waldecker Land lebt!

Auf seinen zehnten Geburtstag kann sich Winnie Wackelzahn nicht so richtig freuen. Der kleine Vampir hat nämlich erfahren, dass seine Eckzähne ausfallen, wenn er bald nicht wenigstens einen Tropfen Blut geschleckt hat. Leider hat Winnie eine fürchterliche Abneigung gegen Blut. Winnie sitzt ganz schön in der Tinte - und das nur, weil sein Urururgroßvater Wilbur von Wackelzahn vor über 500 Jahren Streit mit der bösen Fee Karfunkula hatte.

In der Menschenwelt stöbern derweil Nina und Lucy in der Bibliothek ihres Onkels, des Vampirforschers Linus von Hering, herum. Mithilfe eines alten Fangzahns gelangen sie ins Land der Vampire. Dort erkennen die Besucher, dass der kleine Vampir Hilfe braucht. Aber im großen Südgebirge ist es gar nicht so einfach, die Guten von den Bösen zu unterscheiden…

Auch wenn das Kindermusical um die wackelnden Vampirzähne bereits „Zehnjähriges“ feiert, hat es nichts von seiner Frische verloren. Davon überzeugten sich in Mengeringhausen auch die Twister Songschreiber Bernd Stallmann und Gerhard Grote sowie der Autor Ralf Israel. Für sie - und die Freilichtbühne Twiste, für die „Winnie Wackelzahn“ ursprünglich geschrieben wurde - ist das Stück die mit Abstand erfolgreichste Eigenproduktion. Diese wurde inzwischen auf zahlreichen Bühnen im In- und Ausland aufgeführt und hat es „bis an eine deutsche Schule in Hongkong geschafft“, wie Gerhard Grote zu berichten weiß.

Auch das Ensemble des Mengeringhäuser Statt-Theaters unter Regie von Karl-Heinz Röhle und Volker Hansmann kann stolz auf seine Leistung sein. In stimmungsvollen Kulissen und mit einer guten Mischung aus erfahrenen Schauspielern und motivierten Nachwuchs-Darstellern macht die Geschichte in jeder Szene Spaß. Großen Anteil daran haben die originellen Figuren, angefangen vom putzigen Knoblauchballett über das vorlaute Fledermausbataillon bis zu den Bösewichten der Geschichte, der fiesen Fee Karla Karfunkula und Alptraum-Zahnarzt Zacharias Zange. Die Lieder dazu gehen wie beim Freundschaftssong „Hoch über Wolken schweben…“ ins Ohr und laden zum Mitsummen ein. Wenn allerdings der Vampirzahn geschwenkt wird, Bodennebel wabert oder sich Särge knarrend auftun, sollten für jüngere Kinder besser die Mamas und Papas zur Stelle sein.

Weitere Vorstellungen von „Winnie Wackelzahn“: am 9. und 16. November jeweils um 15 Uhr, am 15. und 22. November jeweils um 17 Uhr sowie am 17. November um 16 Uhr in der Stadthalle Mengeringhausen. Karten gibt es bei der Buchhandlung Kirstein in Bad Arolsen, bei der Mengeringhäuser Tankstelle Klapp, unter Telefon 05691/8849688 oder im Internet unter kartenservice@statt-theater.net

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