Bad Arolsen: Vollausbau würde Anlieger belasten

Überraschungen unter Straßendecke

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- Ursprünglich sollte der Kanal- und Straßenbau in der Zolderstraße völlig ohne Anliegerbeiträge auskommen. Das könnte sich nun ändern. Grund sind unvorhergesehene Mehrarbeiten, die eine Neuanlage der Bordsteine und Gehwege machen könnte.

Bad Arolsen. Die Zolderstraße liegt in der ehemaligen Belgischen Siedlung, die Ende der 50er Jahre als „100-Tage-Siedlung“ in Rekordzeit aus dem Boden gestampft wurde. Im Eifer des Gefechts wurden auch Techniken angewandt die nicht dem heutigen Stand der Technik entsprechen. Konkret wurde eine alte Halle abgerissen, die in Höhe der heutigen Garagenanlage stand. Die Betonwände wurden zerkleinert und als Unterbau für die neue Straße eingebaut.

Die Betonplatten scheinen der Straße einen soliden Halt gegeben zu haben. Das ging so lange gut, bis im vergangenen Herbst die Bad Arolser Kommunalbetriebe mit der Neuverlegung von Kanal- und Wasserleitungen begannen. Mit den Betonplatten hatte niemand gerechnet. Und auch die Kernbohrungen, die routinemäßig vorab angestellt wurden, ergaben keinen Hinweis auf den Beton.

Als aber die Platten aus der Fahrbahn gehoben wurden, kippten reihenweise die Gehweg-Bordsteine ab, die vor 50 oder 60 Jahren ebenfalls nicht nach den heutigen Regeln der Kunst verlegt worden waren.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Donnerstag, 23. Februar

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