Migrationsforscher Prof. Bade zu Gast beim Neujahrsempfang des Bathildisheimes

Wanderungsbewegung sind Ausdruck einer Weltkrise

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Der Bathildisheim-Vorstand zusammen mit dem Hauptredner beim Neujahrsempfang. V.l.: Pfarrer Christian Geyer, Professor Dr. Hans Jürgen Bade, Herbert Weygandt und Jens Wehmeyer.

Bad Arolsen. „Zwischen Abwehrhaltung und Willkommenskultur“ bewegte sich der Vortrag des Migrationsforschers Professor Dr. Hans Jürgen Bade beim Neujahrsempfang des Bathildisheims.

 Vor rund 150 geladenen Gästen aus Kirche, Politik, und Wirtschaft machte Bade deutlich, dass die so genannte Flüchtlingskrise nicht plötzlich wie ein Gewitter über Europa gekommen sei, sondern sich schon seit Jahrzehnten abgezeichnet habe.

Tatsächlich sei die aktuelle Wanderungsbewegung die Folge einer Weltkrise, die seit vielen Jahrzehnten von den Ländern des Westens heraufbeschworen worden sei. Hunger und Kriege seien nämlich oft die Folgen des Interventionismus.

Die Regierungen in Europa hätten über Jahre die Augen vor den Problemen verschlossen und reagierten nun zunehmend nationalistisch und hofften nun, Europa zu einer Festzug ausbauen zu können.

Die Politik sei aber gut beraten, den Menschen die Wahrheit zu sagen. Dazu gehöre, dass auch in Zukunft Menschen in großer Zahl über das Mittelmeer nach Europa drängen werden.

Grund seien weniger die Anreize im reichen Europa als die Armut und die Hoffnungslosigkeit in den Herkunftsländern. Daran müsse gearbeitet werden.

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