Mühlhausen

Unfallgutachter kann nicht alle Fragen beantworten

- Twistetal-Mühlhausen (r/es). Das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene Verkehrsunfallgutachten, das die näheren Umstände des tragischen Tod eines zehnjährigen Mädchens am 19. August klären sollte, liegt jetzt vor. Nach Auskunft der Polizei lässt das Gutachten jedoch noch viele Fragen offen.

In seinem Gutachten stellt der Sachverständige fest, dass ein technischer Mangel oder Defekt an dem Unfallwagen als Unfallursache ausgeschlossen werden könne. Allerdings sei festgestellt worden, dass überhöhte Geschwindigkeit, vermutlich im Zusammenwirken mit anderen Faktoren, zu dem schrecklichen Unfall geführt hat. Daher ist für Polizei und Staatsanwaltschaft die Frage, welche Situation oder welches Verhalten dem schrecklichen Geschehen vorausgegangen war, Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Mit keinem Wort erwähnt die Polizei in ihrer Pressemitteilung vom gestrigen Freitag, dass in Mühlhausen vermutet wird, dass dem Unfall ein epileptischer Anfall des Fahrers vorausgegangen sein könnte. Der Unfallfahrer wird noch immer intensivmedizinisch versorgt und konnte zum Unfallgeschehen noch nicht vernommen werden. Der Zustand des Beifahrers wird von der Polizei als „derzeit stabil“ bezeichnet.Bei dem folgenschweren Unfall war am 19. August gegen 18.20 Uhr ein zehnjähriges Mädchen auf dem Bürgersteig in der Ortsdurchfahrt von Mühlhausen von einem Mazda-Sportwagen MX5 erfasst und gegen eine Hauswand gerammt worden. Schwerstverletzt war das Mädchen mit einem Rettungshubschrauber nach Kassel in die Städtischen Kliniken geflogen worden, wo sie einen Tag später ihren schweren Verletzungen erlag. Auch Fahrer und Beifahrer des Unfallwagens mussten mit Rettungshubschraubern in Kliniken in Göttingen und Siegen geflogen werden.

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