Drei Monate Freiheitsstrafe für 31-Jährigen aus Paderborn · Zwei Promille im Blut

Verfolgungsjagd endet in Bad Arolsen

Bad Arolsen/Korbach - Eine Verfolgungsjagd mit zwei Promille im Blut kostet einen 31 Jahre alten Paderborner nicht nur den Führerschein. Richter Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling verurteilte den 31-Jährigen gestern vor dem Korbacher Amtsgericht zu einer dreimonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung.

Die Hatz begann in den frühen Morgenstunden des 6. Januar vor einer Spielothek in Volkmarsen. Von dort bis zur Polizeistation in Mengeringhausen hängte sich der Paderborner mit seinem Smart an das Auto eines 57-jährigen Volkmarsers. Die Gründe klärte auch das Gericht gestern nicht. Es ging um Schulden, die er zu bezahlen hatte, sagte der Verfolgte. Es sei die Sorge gewesen, dass sich der 57-Jährige, mit dem er damals noch befreundet war, umbringen wolle, lautet dagegen die Version des Verfolgers. Denn der habe ihm kurz zuvor erzählt, dass er Krebs habe.

Der Volkmarser fühlte sich jedenfalls verfolgt und rief aus dem Auto die Polizei an. Bei einem Zwischenstopp an der Aral-Tankstelle in Bad Arolsen sei der 31-Jährige ausgestiegen und habe auf sein Auto eingeschlagen. Der Volkmarser entschied sich, die Polizeistation in Mengeringhausen anzusteuern. Der 31-Jährige folgte ihm weiter, bog aber in Höhe der Wache ab. Die Polizei wollte ihm darauf im Burgkampweg den Weg abschneiden. Der Paderborner fuhr auf das Polizeiauto zu, im letzten Moment daran vorbei und flüchtete in Richtung Hagenstraße, wo er freiwillig anhielt. Die Beamten stellten den Führerschein sicher und ordneten eine Blutprobe an. Diese ergab einen Alkoholgehalt von 2,06 Promille.

Weil es nicht die erste Alkoholfahrt des Angeklagten war, entschied sich der Richter für die Freiheitsstrafe. Seinen Führerschein darf er frühestens in sieben Monaten neu machen. Außerdem muss er 750 Euro Bußgeld zahlen.(lb)

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