Mengeringhausen

Verteidiger plädiert auf Totschlag

- Bad Arolsen / Kassel(-ah-). Für einen Haftstrafe von fünfeinhalb Jahren wegen eines minderschweren Falls von Totschlag plädierte der Verteidiger im Fall des Bad Arolsers Giuseppe S..

Falls das Gericht nicht auf einen minderschweren Fall erkennen sollte, halte er höchstens eine achtjährige Freiheitsstrafe für geboten, sagte Rechtsanwalt Werner Momberg am Freitag vor dem Landgericht in Kassel.

Die Tatumstände, der vorhergehende Streit mit seiner Ex-Frau und eine Form des „Affektaufbaus“ sprächen gegen eine Verurteilung wegen Mordes in Heimtücke. Zudem stellte Momberg noch Hilfsbeweisanträge: So soll unter anderem bei einem Ortstermin geklärt werden, dass der Bewegungsmelder am Haus der Getöteten nicht verändert worden sei, also auch in jener Tatnacht funktionierte. Zudem soll anhand der bereits vorgenommenen DNA-Analyse der Umfang von Anhaftungen der Haut von Christina S. geklärt werden; diese habe im Verlauf des Streits auf die Waffee geschlagen.

Für Momberg scheidet aufgrund der familiären Vorgeschichte, bei dem S. hinreichend seine ausschließliche Sorge um die Kinder bewiesen habe, Mord aus niedrigen Beweggründen aus.

Heimtücke als Mordmerkmal, deretwegen der Staatsanwalt auf „Lebenslänglich“ plädierte (wir berichteten in der vorigen Woche ), komme in diesem Fall jedoch auch nicht in Frage, sagte der Verteidiger in seinem etwa einstündigen Plädoyer, das Angehörige des Angeklagten auf den Zuschauerstühlen verfolgten.

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