CRS-Betriebspraktikanten in der Region

Von der Verwaltung bis zum Reiterhof

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Jannik Marcussen an seinem Praktikumsplatz beim Touristik-Service in Bad Arolsen.

Bad Arolsen - Die vielen Seiten der Arbeitswelt lernen Betriebspraktikanten der Christian-Rauch-Schul Bad Arolsen kennen.

Bad Arolsen. Bei dem dreiwöchigen Praktikum bekommen die 14- bis 16-Jährigen der Jahrgangsstufe 9 Einblick in die verschiedensten Berufe. Das Praktikum soll auch als Orientierung zur späteren Berufswahl dienen. Doch ist es nicht noch zu früh, um sich mit diesem Thema zu befassen?

„Im Praktikum lernt man viele Dinge, die im späteren Berufsleben von Bedeutung sind“, sagt Johannes Jahnke. Außerdem bekomme man eine Vorstellung davon, ob man den Beruf auch ausüben möchte. In seinem Praktikum arbeitet der Mengeringhäuser mit behinderten Kindern der Karl-Preising-Schule. Der Praxisanleiter Moritz Friedrich bietet in einer eigens vorbereiteteten Praktikumswoche die Möglichkeit, in nachgestellten Berufsituationen zu arbeiten. „Ich denke, mit etwa 15 Jahren ist man schon in der Lage, eine Grundentscheidung darüber zu treffen, in welchem Berufsfeld man später arbeiten möchte.“

Jannik Marcussen ist beim städtischen Touristik-Service eingesetzt, hat aber auf dem ersten Blick wenig mit Gästen zu tun. Er beschäftigt sich in seinem Praktikum mit unterschiedlichen Themen, wie etwa mit dem Erstellen von Statistiken. So geht es um de Zahl der Besucher während der Warburger Oktoberwoche, bei der sich unter anderem die Stadt Bad Arolsen präsentierte. Dazu wurden auch Adressen von interessierten Besuchern notiert, an die wiederum der Touristik-Service Prospekte verschicken kann. „Durch das Praktikum bei der Stadtverwaltung weiß ich jetzt, dass der Beruf des Verwaltungsfachangestellten mir Spaß bereitet. Ich kann mir vorstellen, später in dem Beruf zu arbeiten.“ Das Praktikum biete viel Abwechslung, wie der Leiter der Tourismusabteilung, Wilhelm Müller, ergänzt.

In einem ganz anderen Berufsfeld ist Lea Bunse in ihrem Praktikum unterwegs. Alles dreht sich bei ihr auf dem Gutshof Billinghausen um Pferde und deren Pflege. „Ich hoffe natürlich, dass ich später auch noch mit Pferden zu tun haben werde, aber beruflich lege ich mich nicht fest. Pferde sind für mich eher ein Hobby, das ich in meinem Praktikum ausübe.“, sagte sie.

Praxisbezogen

Nick Kleinschmidt bevorzugt die Büro- und Computerarbeit. „Ich denke schon, dass das Praktikum sinnvoll ist, weil man sieht wie der Arbeitsalltag eines Berufstätigen abläuft. Denn in der Schule lernt man nur die theoretischen Dinge und eignet sich Wissen an. Hier arbeite ich praxisbezogen“, sagt Nick, der bei der Wohnungsbaugenossenschaft in Bad Arolsen im Einsatz ist.

Schüler und deren Aufsichtspersonen denken, das Praktikum finde für die Jugendlichen zum rechten Zeitpunkt statt. Die Schüler seien alt genug, um sich für eine spätere Berufswahl zu orientieren. Bei dem Praktikum geht es darum, den Schülern auch Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und die Notwendigkeit der Kooperation mit Kollegen, zu vermitteln. Die Schüler sollen außerdem lernen, eigenständig zu arbeiten. Zu früh ist ein solches Betriebspraktikum also nicht.

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