Geschäftsführer des Schlachthofes schildert Situation

Viehhandel und Zerlegung gehen in Mengeringhausen weiter

Der Schlachthof ist zwar geschlossen, aber der Viehhandel, die Zerlegung und der Fleischverkauf gehen weiter, sagt Geschäftsführer Dirk Blettenberg.
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Der Schlachthof ist zwar geschlossen, aber der Viehhandel, die Zerlegung und der Fleischverkauf gehen weiter, sagt Geschäftsführer Dirk Blettenberg.

Auch nach dem Ende der Schlachtung setzt die Landwirtschaftliche Vieh- und Fleischvermarktungs-Genossenschaft ihren Viehhandel, den Zerlegebetrieb und den Fleischverkauf auf dem Mengeringhäuser Hagen fort.

Bad Arolsen - Das betont Geschäftsführer Dirk Blettenberg, nachdem sich schon mehrere Kunden nach dem Fortbetrieb erkundigt haben. Geschlossen werde lediglich der Schlachtbetrieb, wie das auch in der Dienstagsausgabe der WLZ nachzulesen war. Dennoch seien einige nicht zutreffende Gerüchte im Umlauf, so Blettenberg.

Tatsächlich habe der Viehhandel schon immer rund 75 Prozent des Genossenschaftsumsatzes ausgemacht.

Immer neue Auflagen machen Arbeit unrentabler

Die Schlachtung von 13.000 Schweinen und 800 Stück Großvieh pro Jahr sei ein Klacks im Vergleich zu den Kapazitäten der großen Schlachtbetriebe in Westfalen, wo jeden Tag solche Zahlen erreicht würden.

Dennoch hätten die zuständigen Behörden den Schlachtbetrieb in Mengeringhausen als Großbetrieb eingestuft und mit immer neuen Auflagen belegt.

Akten voll mit neuen Auflagen

Deshalb seien alle politischen Beteuerungen, man wolle sich für die Stärkung der regionalen Schlachtbetriebe einsetzen, am Ende nichts wert.

Blettenberg zeigt auf einen Aktenstapel mit dem Schriftverkehr, den er mit mehreren Abteilungen des Regierungspräsidiums und des Veterinäramtes in Korbach hatte. Die Mitarbeiter dort seien alle sehr freundlich und bemüht, betonten aber immer wieder, dass sie an eindeutige Gesetze gebunden seien, die im Endeffekt millionenschwere Neuinvestitionen im Schlachthof Mengeringhausen und in all den anderen bereits geschlossenen Schlachthöfen nötig machten.

Investitionen nicht zu erwirtschaften

Blettenberg: „Investitionen von rund vier Millionen und weitere Personalanforderungen sind mit unseren geringen Stückzahlen nicht zu finanzieren. Das spielt alles den großen Schlachthöfen in die Karten.“  (Elmar Schulten)

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