Kammerchor der Christian-Rauch-Schule auf Konzertreise in Mexiko

Viva Mexico

Bad Arolsen - Der Kammerchor der Christian-Rauch-Schule ist vor einer zweiwöchigen Konzertreise durch Mexiko zurückgekehrt.

Die erste Konzertreise eines CRS-Ensembles nach Mexiko erfolgte auf Einladung des mexikanischen Studentenchores, der 2012 am Internationalen Jugendmusikfestival in Bad Arolsen teilgenommen hatte. Die Gesamtorganisation lag in den Händen des ehemaligen CRS-Schülers Immanuel Brand, der seit vier Jahren in Puebla lebt und studiert.

Dank seiner exzellenten Kontakte hatte er außer den Konzerten sowie der Bereitstellung von Gastquartieren ein äußerst abwechslungsreiches und professionell durchgeführtes Besichtigungsprogramm vom 30. Oktober bis zum 9. November organisiert.

Landestypische Atmosphäre schnupperten die 17 Schülerinnen und Schüler und die beiden begleitenden Lehrer bei der mitreißenden Tanzvorführung zur Begrüßung durch die Tanzgruppe der Universität in Puebla, beim Reiten auf einer mexikanischen Ranch am Fuße des Popocatépetls, bei gemeinsamen mexikanischen Frühstücken in den „Desayunodoras“, bei Besuchen von Studentenclubs und Fahrten mit Taxi und öffentlichen Bussen durch das Großstadtgewirr.

Beeindruckend war der Besuch des äußerst modern ausgestatteten und attraktiven Unicampus der BUAP. Auf Einladung des Universitätspräsidenten wurde vor den Studenten der BUAP im Audimax ein Kurzkonzert gegeben. Einblick in das musikalische Leben der Studenten erhielten die Arolser Schüler beim Kurzbesuch des Musikkonservatoriums der Stadt, wo sie einer Chorprobe von Beethovens „Ode an die Freude“ beiwohnten.

Unvergessliche Höhepunkte der Reise bildeten der Besuch der weltweit größten Pyramidenstadt Teotihuacan, auf der dortigen Sonnenpyramide stimmte der Chor spontan zwei seiner Songs an, von zahlreichen Touristen begeistert verfolgt, der Besuch im Landesparlament mit offizieller Begrüßung des Landtagsabgeordneten Marco Antonio Rodriguez in Puebla und die Besichtigung der Megametropole Mexico City mit dem Besuch des Palastes der schönen Künste, der Kathedrale und der Fahrt auf den Torre Latino hoch über den Dächern der 10-Millionen-Stadt. Auffällig war die besonders ausgeprägte Gastfreundschaft der Mexikaner insbesondere in den Gastfamilien.

Lobende und anerkennende Worte fand der Erzbischof Miguel de Simone am Ende der gemeinsam zelebrierten Messe in der imposanten Kathedrale von Puebla. Er bedankte sich bei den Musikern für die vielfältige Musik in der Messe. Aufgeführt wurden das Gloria C-Dur und Ave Verum von Wolfgang Amadeus Mozart, Panis Angelicus von César Franck, Jesus bleibet meine Freude von Johann Sebastian Bach und die Misa Criolla von Ariel Ramirez.

Insgesamt gestaltete der 17-köpfige Kammerchor der CRS unter der Leitung von Steffen Hause fünf Konzerte. Die Konzerte fanden statt in den großen und klangvollen Kirchen Exconvento San Gabriel in Cholula, der Iglesia de Santiago und dem Templo de San Francisco in Puebla. Im Zentrum stand die Misa Criolla des argentinischen Komponisten Ariel Ramirez.

Dieses in Mexiko sehr bekannte Werk hatte der Chorleiter Hugo Ricardo Garcia y Garcia des mexikanischen Studentenchores Cadenza vorgeschlagen. Diese lateinamerikanische Messkomposition basiert auf südamerikanischen Rhythmen, die zusammen mit dem mal meditativen, mal rhythmisch packenden Chorgesang und den Soli des Tenorsolisten Alan Montiel ein für die Ausführenden wie das Publikum gleichermaßen faszinierendes Klangbild ergaben.

Die Begleitung dieser Messe besteht aus verschiedenen landestypischen Rhythmusinstrumenten und Klavier. Sie wurde aus einem Ensemble von mexikanischen Musikern und Musiklehrer Rainer Böttcher am Klavier sehr lebhaft umgesetzt.

Neben diesem glänzenden Finalstück der Konzerte sangen beide Chöre jeweils fünf Chorkompositionen unterschiedlicher Genres. Der CRS-Kammerchor spannte dabei einen Bogen von Musicalarrangements über Popsongs und Gospels bis zum deutschsprachigen irischen Segen.

Der mexikanische Chor wusste besonders mit einer mit Gebärdensprache unterlegten einfühlsamen Interpretation von „Give us hope“ zu überzeugen. Zwischen den beiden Chören präsentierte die CRS-Abiturientin Sandra Lösekamm zusammen mit Steffen Hause drei Sätze aus der Sonate G-Dur von Johann Sebastian Bach für Querflöte und Klavier. Dies wurde vom Publikum mit besonderem Beifall aufgenommen.

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