Dreistündige Karnevalssitzung mit Showtanz, Sketchen und Büttenreden

Bei den Volkmarser Landfrauen kriegen die Männer ihr Fett weg

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Die „Sweet Hearts“ freuten sich über Schurri-Raketen nach ihrem gelungenen Auftritt.

Volkmarsen - Eine gute Übung für die Bauchmuskulatur war die Karnevalssitzung der Volkmarser Landfrauen. Das fast ausschließlich weibliche Publikum hatte 200 Minuten lang jede Menge Grund zum Schunkeln und Lachen in der vollbesetzten Nordhessenhalle.

Nur drei Männer durften die bunten Beiträge verfolgen: Prinz Jürgen II und Adjutant Peter II aus dem Dreigestirn gehören als Ehrengäste in jede närrische Sitzung und der Prinz der vergangenen Session, Alexander von Rüden, begleitete das Programm an der Hammond-Orgel. Letzterer trug als Hommage an die fleißigen Bienen ein Hummelkostüm und wurde von den leitenden „Landfrauen-Andreas“ (Schmand und Tegethoff) als „unser Landfrauen-Willi“ begrüßt.

Gleich im ersten Sket

ch spielten die Büttenkoryphäen Monika Kramer und Ehrengard Berens das Loriot-Stück vom harten Frühstücksei. Während sie erklärt, es im Gefühl zu haben, wann ein Ei seit viereinhalb Minuten kocht, moniert er, dass dann etwas mit ihrem Gefühl nicht stimmen könne. Gleich zwei Auftritte hatte Roswitha Brümmer. Einmal thematisierte sie ihre Gewichtsprobleme musikalisch (Ich hab‘ mich tausendmal gewogen - ich hatte tausendmal Diät).

Als Micki Krause riss sie zu „Schatzi, schenk mir ein Foto“ und „Sie hatte nur noch Schuhe an“ das Publikum von den Stühlen. Als Lumpenweiber verkleidet traten die Senioren-Landfrauen Monika Kramer, Anneliese Menne, Gertrud Gothmann, Ehrengard Behrens, Mechthild Teppe und Christa Jörg auf die Bühne. Sie beschrieben die Vorteile eines Lebens auf der Straße und bekräftigten „Es ist uns einerlei, es lebe hoch die Lumperei“.

Die Gymnastikdamen tanzten in fetzigen Leopardenkostümen über die Bühne und verbreiteten Dschungel-Feeling. Nicht fehlen durfte der Auftritt der verzweifelten Putzfrau Susanne Freimuth, die ihrem Gatten drohte: „Wenn ich einmal sterbe, dann wirst Du Dich umsehen!“, worauf er antwortete: „Ich habe mich schon umgesehen, …“.

Sabine Thill klagte ihr Leid als reife Ehefrau: Zum Geburtstag bekam sie von ihrem Mann ein Mobile geschenkt, als Schlafzimmer-Deko, damit sich hier endlich wieder etwas bewegt.

Als Freundinnen des Dreigestirns berichteten Steffi Rest und Sabine Anedda von der Geheimniskrämerei vor der Proklamation. Ihren ersten Auftritt in der Bütt hatten Sarah Schmand und Louisa Salokat. (ugy)

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