Närrisches Programm vor 400 Gästen

Volkmarser Landfrauen lassen es richtig krachen

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Das „Landfrauenballett“ tanzte als Marienkäfer verkleidet zu Wagners Schwanensee auf und riss zum Abschluss mit flotten Tänzen alle Zuschauer von den Stühlen. Fotos: Ute Germann-Gysen

Volkmarsen - Über dreieinhalb Stunden Unterhaltung bot der Landfrauenkarneval in der Nordhessenhalle. Die Darbietungen waren ein ständiger Angriff auf die Lachfalten der gut 400 Zuschauerinnen.

Vorsitzende Andrea Schmand führte gemeinsam mit Andrea Tegethoff durch das lustige Programm. Prinz Karneval, Alexander van Rüden, war mit seiner Prinzessin Julia gekommen und riss das Publikum mit dem Schlager „Wenn nicht jetzt, wann dann“ mit. Die Prinzengarde beeindruckte mit perfektem Gardetanz.

Beim Sketch „Thekengespräche“ wurden die Unterschiede zwischen Frauen und Männern bei der Getränkebestellung deutlich. Die Mutter der Karnevalsprinzessin, Eva Zahn, berichtete als „Queen Mum“ von ihrem Problem der Geheimhaltung über die Thronbesteigung ihrer Tochter vor der Proklamation und von ihrer Arbeit im Pfarramt und dem aufsteigenden weißen Rauch, nachdem Schwiegersohn Alexander zum Prinz Karneval bestimmt war. Die „Tupper-Modenschau“ der Landfrauen machte die Vorzüge von pflegeleichter Kunststoffkleidung deutlich. Helene Fischer, alias Roswitha Brümmer, präsentierte ihre Hits im roten Paillettenmini - und der Saal tobte. Als launige Schlümpfe-Truppe plauderte der Landfrauenvorstand über Begebenheiten in der Kugelsburgstadt. Die Büttenreden von Ute Scheele als geplagte Ehefrau, Heike Rehrmann, die gern Karnevalsprinzessin gemeinsam mit MdB Thomas Viesehon geworden wäre und Susanne Freimut als Putzfrau, ernteten allesamt riesigen Applaus. Während des Stepptanzes der Gymnastikfrauen und dem Landfrauenballett „Frühlingserwachen“ standen die Zuhörerinnen auf und klatschten mit. Die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien inspirierte die Singgruppe „Auf zur WM“. „Der Ball ist rund aus gutem Grund, wär‘ der Ball eckig, ging‘s den Kickern dreckig“, meint Ehrengard Berens. Mit ihrem Tanz als heißblütige Brasilianerin brachte Marion Bültemann den Saal zum Kochen. Bütten-Koryphäe Erika Deutsch ließ als „Kalinka aus Polen“ kein Auge trocken. Mit polnischem Akzent erzählte sie von den aktuellen Ereignissen in Volkmarsen. So weiß sie zu berichten, dass ein Volkmarser der erste Kunde bei der Kfz-Zulassungsstelle war, um ein „WA-Kennzeichen“ zu beantragen, weil er ein treuer Anhänger des Fürsten zu Waldeck sei. Erst nach dem offiziellen Programm wurden auch männliche Karnevalsfans eingelassen, die im Vorraum warteten oder zwischen den Vorhängen neugierig das Geschehen in der Halle verfolgten. (ugy)

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