Neue Helfer im VBR-Vorstand

Volksbildungsring Bad Arolsen setzt auf treue Konzertbesucher

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Der Volksbildungsring lässt die Puppen tanzen: Passend zur Weihnachtszeit gastiert am Sonnabend, 8. Dezember, das schon mehrfach in Arolsen gefeierte Rumänische Staatsballett Fantasio mit dem klassischen Ballettmärchen „Die Schneekönigin“ nach dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen mit der Musik von Edward Grieg und Jean Sibelius.   

Bad Arolsen. „70 Jahre und quicklebendig“, unter diesem Motto stand die Jahreshauptversammlung des Volksbildungsrings. Beim Rückblick auf die vorige Veranstaltungssaison und bei der Vorschau auf die kommende gab es Grund für Zufriedenheit und Optimismus.

Über 5000 Menschen aus der Region haben die Konzerte, Theateraufführungen und Vorträge des VBR erreicht und ihnen Impulse gegeben. Aber nicht nur die Besucherzahlen, sondern auch viel Anerkennung aus der Öffentlichkeit bestärken die Veranstalter darin, einerseits einen guten Weg weiterzugehen, aber auch neue Perspektiven zu suchen.

So werden Anregungen aus dem Mitgliederkreis und von außen gern gehört und auf ihre Machbarkeit geprüft. Zum Beispiel die Auswahl der Themen der Hochschultage wird von den anwesenden Vereinsmitgliedern vorgenommen, oder bei der Gestaltung des Theater- und Konzertprogramms hat der Vorstand das Ohr am Publikum. Dabei soll allerdings nicht Popularität, sondern Qualität der Maßstab sein; ideal, wenn sich beides verbindet.

Die überregional geschätzten Schlosskonzerte haben, wie Bernd Zaloga berichtete, mit ihrer Grundausrichtung an der Klassik und Ausflügen in neuere Gefilde eine Form gefunden, die von den Musikfreunden aus nah und fern durch guten Zuspruch honoriert wird.

In der 50. Spielzeit der Theaterreihe werden zwei erst 2018 uraufgeführte Stücke präsentiert: die erste mehr als Spielbergs Film auf historischen Dokumenten beruhende Theaterfassung von „Oskar Schindlers Liste“ von Florian Battermann und die Lebensgeschichte der mittelalterlichen Gottessucherin Hildegard von Bingen. Diese einzigartige Gelehrte, Komponistin und Heilkundige wird in Susanne Felicitas Wolfs musikalischem Schauspiel auf bewegende Weise lebendig.

Der seit 52 Jahren in Mitverantwortung beim VBR tätige Vorsitzende Horst Schwarze erklärte, dass er seit längerem bemüht sei, sein Amt in jüngere Hände zu legen und dies möglichst zeitnah nach Finden eines Nachfolgers oder einer Nachfolgerin tun wolle. Die Aufgabenbereiche sollen auf mehrere Personen verteilt werden. Als ersten Schritt dazu nahm der Vorstand Dr. Ulrich von Nathusius als Organisator der Hochschultage in seine Reihen auf.

Zuvor aus dem Vorstand ausgeschieden war Herbert Weygandt, dessen jahrzehntelanges Wirken vom Vorsitzenden gewürdigt wurde.

Der neu gewählte Vorstand besteht nun aus: Horst Schwarze (Vorsitz), Bernd Zaloga (Stellvertreter), Heinz Albert Stracke (Kassenführer), Frank Mause (Datenservice), Dr. Ulrich von Nathusius (Hochschultage), Insa Schult (Protokollantin).

Zur finanziellen Absicherung solcher Angebote ist der VBR auf Abonnenten angewiesen. Sechs Aufführungen sehen, vier bezahlen, lautet die Devise. Erhältlich sind die Abos über Frank und Manuela Mause, Tel. 05691/4963. Der VBR ist nach den Worten des Schatzmeisters Albert Stracke finanziell gesund, aber von Sponsoren, Spenden und Zuschüssen abhängig: „Kulturelle Leistungen gehören zu den wichtigsten Gütern unserer Gesellschaft, kosten aber auch Geld.“ 

Über die Entwicklung der Mitgliederzahlen des Vereins und der Abonnements berichtete der für den Datenservice zuständige Frank Mause und wies auf die Probleme der Altersstruktur und die schwindende Neigung, langfristige Bindungen einzugehen, hin. Aber gerade letztere seien notwendig, um die Angebote des Volksbildungsrings zu sichern.

Zum Abschluss der Versammlung berichtete Harald Schulz, Direktor der Kreisvolkshochschule, über die Verwandtschaft der Bildungsarbeit von Volkshochschule und Volksbildungsring und beglückwünschte den Bad Arolser Verein zu seiner vorzüglichen Arbeit. (Se.)

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