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Volksbildungsring wirbt für neue Saison der Schlosskonzerte in Bad Arolsen

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Von: Elmar Schulten

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Sie freuen sich auf die neue Saison der Schlosskonzert: Von links der Vorsitzende des Volksbildungsrings: Wilfried Schuppe, Abobetreuerin Manuela Mause und der künstlerische Leiter Rainer W. Böttcher.
Sie freuen sich auf die neue Saison der Schlosskonzert: Von links der Vorsitzende des Volksbildungsrings: Wilfried Schuppe, Abobetreuerin Manuela Mause und der künstlerische Leiter Rainer W. Böttcher. © Elmar Schulten

Kulturangebote wurden in den vergangenen beiden Jahren besonders durch die Corona-Pandemie eingeschränkt. Deshalb hofft der Volksbildungsring fest darauf, in den kommenden Frühlings- und Sommermonaten wieder durchstarten zu können.

Bad Arolsen - Vorbereitet sind Theaterveranstaltungen und Konzertabende im Rahmen der traditionsreichen Reihe der Schlosskonzerte. Deren künstlerischer Leiter Rainer W. Böttcher berichtete bei der Programmvorstellung freudestrahlend, dass man mehreren Open-Air-Experimenten nun wieder in den Steinernen Saal zurückkehren wolle, laut Böttcher „einer der schönsten Konzertsäle“ in Nordhessen.

Zur Sicherheit der Besucher und Künstler würden die Sitzgelegenheiten im Steinernen Saal um die die Hälfte reduziert. Der Bestuhlungsplan sei aber so angelegt, dass man je nach Lage kurzfristig aufstocken könne ohne neue Tickets ausgeben zu müssen.

„Ein volles Haus sei nicht nur für die Künstler schöner zu bespielen“, bekräftigte VBR-Vorsitzender Wilfried Schuppe. Auch der veranstaltende Volksbildungsring würde lieber wieder mehr Eintrittskarten verkaufen, um die Kosten decken zu können.

Finanzierung ist nicht einfach

Der VBR sei jetzt Mitglieder bei der Interessengemeinschaft der Veranstalter von Theatergastspielen geworden. Über diese Schiene sei es künftig hoffentlich möglich, Bundeszuschüsse zur teilweisen Deckung von coronabedingten Einnahmeausfällen zu erlangen. Schuppe: „Das ist alles nicht einfach, aber wir ziehen das durch.“

Traditionell sei der Volksbildungsring von Zuschüssen der Stadt, des Landkreises und des Volkshochschulverbandes angewiesen. Die coronabedingten Sitzplatzbeschränkungen hätten jedoch eine neue Dimension des Defizits geschaffen. Bis zu 2000 Euro seien regelmäßig für jede Aufführung eines Gastspiel-Theaters aufzubringen.

Noch zwei Theateraufführungen bis Sommerpause

Bei den Konzertveranstaltungen sei man daher dankbar für die Unterstützung durch den Kultursommer Nordhessen und den Deutschen Musikrat.

Die nächsten Veranstaltungen des Volksbildungsrings sind übrigens am Sonntag, 3. April, das Theaterstück „Oskar und die Dame in Rosa.“ Am 5. Juni wird das Schauspiel „Mausefalle“ aufgeführt.

Russische Quartette

Karten für alle Veranstaltungen gibt es vorzugsweise online über das Portal www.reservix.de - Hier können Tickets unmittelbar selber ausgedruckt werden. Alternativ gibt es die Tickets auch im Touristik-Service der Stadt Bad Arolsen im Bürgerhaus.

Die Sommerreihe der Schlosskonzerte startet am Sonntag, 26. Juni, um 19.30 Uhr mit einem Auftritt des Quartett Berlin-Tokyo. Auf dem Programm stehen die russischen Quartette, die Joseph Haydn für den russischen Zaren schrieb, außerdem Beethovens Streichquartett (op. 33 Nr.6), ebenfalls einem russischen Fürsten gewidmet. Außerdem spielen die vier Musiker fünf Quartettstücke des jüdischen Komponisten Erwin Schulhoff.

Steinway-Flügel fürs Residenzschloss

Das zweite Schlosskonzert am Sonntag, 10. Juli, um 19.30 Uhr präsentiert Werke von Schumann, Schubert, Fauré und Glinka. Dargeboten wird das Konzert für Harfe und Klarinette von Julia Puls (Klarinette) und Lea Maria Löffler, die mit ihrer Harfe schon im Neujahrskonzert zu hören war. Beide sind Preisträgerinnen des Deutschen Musikwettbewerbs.

Eine Kooperation mit dem Kultursommer Nordhessen ist das dritte Schlosskonzert am Dienstag, 19. Juli, um 19.30 Uhr mit dem Busch-Trio. Auf dem Programm stehen Klaviertrios von Beethoven und Schubert. Für dieses Konzert wird der Kultursommer Nordhessen eigens einen Steinway-Flügel in den Steinernen Saal des Arolser Schlosses liefern lassen.

Spannende Klangerlebnisse

Eine ungewöhnliche Instrumentenkombination präsentiert das Trio Klangspektrum am Sonntag, 4. September, um 19.30 Uhr beim vierten Schlosskonzert der Saison. Auch Paula Breland (Klarinette), Jenifer Aßmus (Violoncello) und Anna-Katharina Schau (Akkordeon) sind Preisträgerinnen des Deutschen Musikwettbewerbs.

Ein literarisches Konzert mit Lesungen von Texten über die niederländischen Königinnen Emma und Wilhelmina beschließt am Sonntag, 18. September, um 19.30 Uhr die Reihe der Schlosskonzerte. An der Harfe begleitet Isabell Goller mit Werken von Hasselmann und Carl Philipp Emanuel Bach. (Elmar Schulten)

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