Neue Projekte für Handel

Fair Trade und Nachhaltigkeit in Bad Arolsen: Vom Kaffee bis zum Öko-Klopapier

Die Fair Trade-Stadt Bad Arolsen ist erneut zertifiziert worden und plant neue Projekte. Vorne Beatrix Broeker von der Steuerungsgruppe (weitere Mitglieder im Hintergrund) und Bürgermeister Jürgen van der Horst.
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Die Fair Trade-Stadt Bad Arolsen ist erneut zertifiziert worden und plant neue Projekte. Vorne Beatrix Broeker von der Steuerungsgruppe (weitere Mitglieder im Hintergrund) und Bürgermeister Jürgen van der Horst.

Die Stadt Bad Arolsen ist für weitere zwei Jahren als Fair Trade-Kommune zertifiziert worden. Weitere Projekte stehen unmittelbar an.

Bad Arolsen – So wird der „Viehmarktsgottesdienst“ am Sonntag, 9. August, um 10.30 Uhr im katholischen Pfarrgarten fairen Handel gewidmet. Für die beiden letzten Septemberwochen sind unter anderem acht „Konsumkritische Rundgänge“ geplant, wie Beatrix Broeker von der Steuerungsgruppe berichtete.

Diese würden sich auch für Schulen anbieten.. Trotz mancher Verzögerungen der Arbeit aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie hat sich beispielsweise die Vermarktung fair gehandelter Bälle erfolgreich entwickelt.

900 Euro hat der Landkreis Waldeck-Frankenberg über das Netzwerk für Toleranz für 50 Bälle bereitgestellt. Weitere 50 Bälle habe der Kreis zusätzlich geordert, um das Thema „Kick fair - gegen Ausbeutung und Rassismus“ zu verbreiten.

Für die neu gegründete Jugendspielgemeinschaft Twistesee wolle die Steuerungsgruppe Bälle stiften. Diese vereint Jugendliche aus mehreren Vereinen unerschiedlicher Gemeinden.

Auch nach der erneuten Zertifizierung werde an der Verwirklichung der Fair Trade-Ziele gearbeitet, sagte Bürgermeister Jürgen van der Horst. Die Stadt selbst ordere Verbrauchsmaterialien und habe Fair Trade-Bälle zur Eröffnung des Spielfelds in Wetterburg gestiftet.

Vom nachhaltig produzierten, wenn auch nicht aus dem fairen Handel stammenden Klopapier bis zum Kaffee reicht das Spektrum der Artikel, die die Stadt kauft. Mit vielen einzelnen Projekten werde der Fair Trade-Gedanke etwa im Einzelhandel und in der Gastronomie umgesetzt: „Da geht aber noch mehr“, räumte der Rathauschef ein.

In der Steuerungsgruppe sind neben Stadtrat Dietmar Danapel der Touristik-Service, die Eine-Welt-Gruppe, die Kirchengemeinden und Schulen aus der Stadt vertreten. In 13 Sitzungen habe sich diese Gruppe mit fair gehandelten Produkten befasst und fruchtbare Arbeit geleistet, so Danapel.  ah

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