Vom Ortsrand in die Mitte

Neue Pläne für Bathildisheim-Standort in Neu-Berich

Ein Wandel vollzieht sich im Heilpädagogischen Wohnheim des Bathildisheims mit der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen am Rand von Neu-Berich. Für die Beschäftigten werdne neue Wohnformen in innenstadtlagen geschaffen, die Räumlichkeiten sind für Menschen mit sozial-emotionalen Störungen avisiert.
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Ein Wandel vollzieht sich im Heilpädagogischen Wohnheim des Bathildisheims mit der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen am Rand von Neu-Berich. Für die Beschäftigten werdne neue Wohnformen in innenstadtlagen geschaffen, die Räumlichkeiten sind für Menschen mit sozial-emotionalen Störungen avisiert.

Neue Pläne werden für das Heilpädagogische Wohnheim des Bathildisheims mit der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Neu-Berich geschmiedet.

Bad Arolsen-Neuberich – Die derzeit dort lebenden 70 Frauen und Männer bekommen neue Wohnmöglichkeiten in zentralen Lagen verschiedener Gemeinden, langfristig ist eine Betreuung von Menschen mit besonderen sozial-emotionalen Verhaltensweisen vorgesehen.

„Das ist ganz klar kein Wandel zu einer forensischen Station“, betont Bereichsleiter Jörg Schuhmacher vom Bathildisheim. Gegenüber dem Ortsbeirat hat er in der jüngsten Sitzung die Vorhaben erläutert und sich auch mit Sorgen in der Bevölkerung wegen der Entwicklung befasst.

Das Bathildisheim werde sich nicht einer psychiatrischen Versorgung von straffällig gewordenen Menschen mit psychischen oder geistigen Problemen widmen, dieser Bereich sei etwa bei Vitos am besten aufgehoben, bekräftigt Schumacher im Gespräch mit unserer Zeitung.

Die abgeschiedene Ortsrandlage im Bereich des ehemaligen Hauses Waldfrieden sei ideal für Menschen mit Autismus oder besonderen emotionalen und sozialen Strukturen. In diesem Bereich wolle das Bathildisheim Angebote aus Freizeit- und Erlebnis-Pädagogik schaffen. „Spruchreif ist das noch nicht“, ergänzte Schuhmacher.

Die nächsten Umzüge aus Neu-Berich in zentrale Ortslagen, in denen Teilhabe und Inklusion gefördert werden soll, finden erst ab dem kommenden Frühjahr statt. Im Mai wird beispielsweise das zentral in Sachsenhausén entstehende Wohngebäude für möglichst selbstbestimmtes Leben eröffnet.

Schrittweise würde die Bewohnerzahl im Bereich des Bathildisheims in Neu-Berich auf 20 sinken. Unter dem Motto „Mittendrin in urbanen Räumen“ sind in den vergangenen Jhren neue Wohnformen geschaffen worden.

Seit 2004 pendeln immer mehr Mitarbeitende der Werkstatt zwischen Neu-Berich und ihren neuen Wohnungen im Umkreis von 20 bis 30 Kilometern. Derweil rückte das selbstbestimmte Leben in den Vordergrund

Wegen der Umstrukturierung ist das sanierungsbedürftige Hauptgebäude aus dem Jahr 1962 abgerissen worden. Die bestehenden Wohnhäuser und die 1996 errichtete Werkstatt erfüllen aber auch weiterhin wichtige Funktionen - nur eben für unterschiedliche Menschen mit Behinderungen. (Von Armin Haß)

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