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Von Fußball bis Skispringen beim Sporttag der Grundschule in Landau

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Bogenschütze Andreas Lambion leitetet die Grundschüler in Landau an.
Bogenschütze Andreas Lambion leitetet die Grundschüler in Landau an. © Barbara Liese

170 Kinder machten beim ersten Sportschnuppertag der Grundschule Helsen am Außenstandort Landau mit.

Bad Arolsen-Landau: – Turbulent ging es zum Abschluss des Schuljahres im Freibad und im Wattertal-Stadion Landau zu: Zum ersten Sportschnuppertag der Grundschule Helsen am Außenstandort Landau hatten sich rund 170 Kinder, zwölf Lehrkräfte und 14 Eltern angemeldet.

Trainer machten neugierig

Zu jeder der zehn angebotenen Sportaktionen waren erfahrene, ausgebildete Trainer und Sportler gekommen. Neugierige Eltern und Geschwister unterstützten die sportlichen Grundschüler.

„Die Resonanz ist wirklich beeindruckend“ freut sich Sportlehrerin Gisa Kalhöfer-Rest, die das besondere Sportfest organisiert hatte. „Alle Vereine und Übungsleiter engagieren sich hier ehrenamtlich. Einige haben sich sogar extra einen Tag freigenommen.“

Gewagt und gewonnen: Skispringen bereitete den Grundschülern auch Spaß.
Gewagt und gewonnen: Skispringen bereitete den Grundschülern auch Spaß. © Barbara Liese

Nach den Einschränkungen für Schulen und Sportvereine „wollen wir die Kinder aus dem ‚Coronaschlaf’ wecken und ihnen zeigen, wie vielseitig das Angebot ist und dass Bewegung Spaß macht.“

Mit dabei waren: An der Skisprungschanze Jörg Pietschmann vom Skiclub Willingen, Andreas Lambion, vom SV Arolsen am Bogenschießstand, Mario Heinemann, von der Freiwilligen Feuerwehr, am Schwimmbad Sabine Riess, TSV-Landau, unterstützt von Jenny Schnaase, die im Arobella unter anderem zuständig für den Schwimmunterricht ist, Thomas Siemon, VfL Bad Arolsen, begeisterte die Kinder mit Übungen aus dem Taekwondo, für den Fußball Hagen Marquard, Trainer vom TSV Landau, Zumba-Lehrerin Sylvia Moßler-Limbach und Christine Decker, Sportpädagogin der Schule, mit einer Reifen -Choreografie.

Reaktionen der Kinder

„Ich habe alles ausprobiert. Es war toll so viel machen zu können.“ sagt die zehnjährige Kamala „Vor der Skisprungschanze war mir ein bisschen unheimlich und dann war es doch wie eine Rutsche.“

Till wollte allerdings nicht mit beiden Beinen durch die Luft wirbeln. Er hat gerade für sich eine neue Sportart gefunden und sich im VfL Arolsen der Leichtathletik angeschlossen. „Schade, dass es da nichts gab. Ich hab’ hier nicht alles probiert. Es war aber trotzdem alles gut. Fußball war ok, die Sprungschanze und im Schwimmbad mit den andern Übungen zu machen, hat mir gefallen.“

Sie liebt Sport

Aller Emanzipation zum Trotz war für einige Mädchen nach kurzer Zeit das Fußballspiel zu Ende. Sie fühlten sich beim Zumba-Tanz deutlich wohler. Ein Angebot, das nur wenige Jungen mit etwas Überwindung annahmen. Wenn schon Choreografie, dann lieber die an den Reifen.

Auch Charlotte war überall dabei. „Ich liebe Sport sowieso. Ich bin oft draußen mit Freunden. Es macht mir Spaß mich zu bewegen. Ich will ja immer fit sein und nicht krank werden“.Mit dieser Einsicht bestätigt die Zehnjährige Wissenschaftler und Sportmediziner, die sich mit der Bedeutung des Sports für Kinder beschäftigen.

Das bringt Bewegung

Sport, so die einhellige Meinung der Experten, leistet einen wichtigen Beitrag für die eine positive körperliche und seelische, und emotionale Entwicklung von Kindern. Neue Studien zeigen zudem: Sport macht schlau. Geistige Prozesse werden demnach durch regelmäßiges körperliches Training erheblich verbessert. 

Gisa Kalhöfer-Rest, kennt das Problem: „In Zeiten der Digitalisierung hat sich vielleicht im Umgang mit Computer und Co. die Feinmotorik etwas verbessert. Zu viele Kinder haben aber Probleme mit der Motorik insgesamt. Ein großer Teil der Jungen und Mädchen kommen bei Rumpfbeugen nicht mehr an den Boden, können keine Minute mehr auf einem Bein stehen oder mehrere Schritte auf einem Balken balancieren.“

Auch die Feuerwehr unterstützte den Sportschnuppertag der Grundschule Helsen in Landau.
Auch die Feuerwehr unterstützte den Sportschnuppertag der Grundschule Helsen in Landau. © Barbara Liese

Leider achteten auch viele Eltern nicht darauf, dass ihre Kinder sich genug bewegen, Sport treiben und an der frischen Luft seien, stellt sie fest.

Dabei erlebe sie, dass man Kinder zur Freude an der Bewegung nicht überreden müsse. Der Erfolg beim Schnuppertag in Landau sei der der beste Beweis, daher freue sie sich auf den nächsten Sporttag. (Barbara Liese)

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