Volkmarsen

Vorbestraften Pfarrer als Aushilfe eingesetzt

- Volkmarsen/Fulda (dpa/es). Ein wegen Kindesmissbrauchs vorbestrafter Priester soll vom Bistum Fulda auch bei Aushilfsdiensten in Volkmarsen und Wolfhagen eingesetzt worden sein. Das berichtete der Hessische Rundfunk gestern.

Das Bistum erklärte dazu am Mittwochabend in einer Mitteilung, der Pfarrer sei 2007 in den Ruhestand versetzt worden. Er habe aber unter strengsten Auflagen“ die Möglichkeit erhalten, in Naumburg und Volkmarsen die Messe zu halten. Der Priester war laut Bistum bis 1996 Pfarrer in Homberg/Efze. Damals sei es zu sexuellen Übergriffen auf Jugendliche gekommen. Der Pfarrer sei vom Amtsgericht Bad Hersfeld zu einer Geld- und Gefängnisstrafe verurteilt worden. Die Haft sei zur Bewährung ausgesetzt worden. Der Geistliche wurde danach vom Bistum Fulda von seiner Pfarrstelle in Homberg/Efze abberufen. Nach Angaben des Bistums darf der Priester aufgrund eines Dekrets von Bischof Heinz Josef Algermissen nicht alleine mit Kindern und Jugendlichen zusammenkommen, keine Einzelgespräche führen und keinerlei Gruppenfahrten unternehmen. Seit der Versetzung des Pfarrers in den Ruhestand habe es keine Anhaltspunkte auf neue Verstöße gegeben. Nach 1996 sei der Priester im thüringischen Weimar in der Gefängnisseelsorge tätig gewesen. Im Frühjahr 2004 sei ihm sexuelle Nötigung eines jungen Erwachsenen vorgeworfen worden. Die Strafanzeige endete mit der Einstellung des Verfahrens 2006.

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