Festspiel "Treue um Treue" ist Schlüssel zum Verständnis des Heimatsfestes

Vorfreude auf Mengeringhäuser Freischießen 2021: Festspiel sucht Festspieler

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„Treue um Treue“ erschließt den Hintergrund des Freischießens Mengeringhausen. Der Festspielausschussvorsitzende Klaus Weber (2. von links) mit dem Regieteam, von links: Susanne Wirtz, Benno Hess und Thomas Förster. Über diese Mauer soll der aus dem Heimatstück bekannte Hans von Twiste einst geklettert sein. 

Es war eine spannende Zitterpartie: Aufgrund der Corona-Einschränkungen war lange nicht klar, ob und wann mit den Proben für das Festspiel beim Freischießen 2021 begonnen werden kann.

Mengeringhausen. Nun steht fest: Die Leseproben beginnen unter Einhaltung der Abstandsregeln im September. Benno Hess und Susanne Wirtz sind vom Vorstand offiziell als Regieteam benannt worden. Thomas Förster ergänzt die beiden.

Nun geht es um die Besetzung der Rollen. Immerhin sind 150 Personen verschiedenen Alters vor und hinter den Kulissen eingespannt in die Aufführung des Heimatdramas „Treue um Treue“ von Friedrich Böttcher.

Allein 56 Darsteller sind für die doppelte Besetzung der Rollen erforderlich. Einem ersten Aufruf des Festspielausschusses unter Vorsitz von Klaus Weber sind bisher erst 14 Personen gefolgt. Bewerbungen weiterer Mitspieler sind willkommen.

Nur einmal musste das Festspiel ausfallen

Das Festspiel „Treue um Treue gilt als Schlüssel zum Verständnis für das größte Heimatfest des Waldecker Landes, das vom 7. bis 12. Juli 2021 Tausende von Besuchern und Schützen anlocken soll.

Das 1902 uraufgeführte Stück konnte lediglich 1923 nicht aufgeführt werden, weil nicht genügend Zeit für die Vorbereitung war, so die Chronik. Das soll sich nicht wiederholen, sind sich die Mengeringhäuser einig und setzen fest darauf, dass nun alles wie geplant stattfinden kann.

Der Festspielausschuss hat neun Aufführungen unmittelbar vor der Eröffnung des Freischießens geplant und eine am Sonnabend während des Heimatfestes. Mittelalterliches Flair mit allerlei Ständen im Foyer, Speisen und Getränke sollen die Aufführungen zu einem besonderen Erlebnis für Jung und Alt werden lassen.

Verzicht auf viele Statisten-Rollen

Für das älteste Festspiel der Region, so Benno Hess, sind erneut Änderungen vorgesehen. So soll die folkloristisch-üppige Heumädchen-Szene mit vielen Darstellern und Statisten sicherheitshalber reduziert werden auf die Urfassung.

Für Mengeringhäuser ist es immer eine Ehre und Verpflichtung gewesen, beim Festspiel mitzuwirken - sei es in einer der Hauptrollen oder als Statisten. Benno Hess verweist gerne darauf, dass Walther Sieg, Regisseur des Staatstheaters Kassel, 1930 die Inszenierung des Festspiels vornahm.

Zudem wurden, so die Chronik, einige neue Kostüme nach einem Entwurf des an der New Yorker Metropolitan Oper wirkenden Bühnenbildners H. M. Crayon in Dortmund beschafft. Für die Aufführungen ist einiges an Text zu lernen. Doch das Einstudieren werde durch die Versform erleichtert, unterstreichen die Mitglieder des Regieteams.

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