Bad Arolser Bürgermeister mahnt, die Sonntagsöffnung nur in begründeten Einzelfällen zu erlauben

Vorstoß zur Sonntagsöffnung: Ruhetag hat seinen Sinn

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Der Barocksonntag oder der Sonntag in der Barockstadt ist das beste Beis piel für einen gelungenen verkaufsoffenen Sonntag. Bürgermeister Jürgen van der Horst sieht aber keinen Bedarf für eine generelle Sonntagsöffnung der Geschäfte in Bad Arolsen.   

Bad Arolsen.  Ein Bündnis von Bürgermeistern hessischer Städte und Gemeinden sowie zahlreiche Dachorganisationen der Wirtschaft in Hessen haben sich in einem offenen Brief an die Mitglieder des Hessischen Landtags gewandt. Darin fordern sie einen „echten, gesetzgeberischen Neuanfang“ zur Regelung der Sonntagsöffnung.

Anders als manche seiner Kollegen hat Bad Arolsens Bürgermeister Jürgen van der Horst nicht unterschrieben. Und das aus gutem Grund, wie er auf Anfrage der WLZ-Redaktion erklärte: Ausschlaggebend seien für ihn zunächst einmal rechtliche Gründe gewesen. Die Sonntagsruhe genieße Verfassungsrang und den könne man nicht beliebig mit einem Landesgesetz aushebeln: „Da werden die Gerichte sehr schnell Grenzen ziehen.“

In Bad Arolsen nutze man seit Jahren sehr moderat den jetzt schon bestehenden rechtlichen Rahmen: Es gebe einige wenige verkaufsoffene Sonntage, die an größere Veranstaltungen in der Stadt gebunden seien. Diese Regelung habe sich bewährt.

Es sei bisher auch noch nicht die Bitte an ihn herangetragen worden, die Privileg der Kurstädte zur Sonntagsöffnung für Bad Arolsen zu nutzen. Deshalb sei er ziemlich sicher, dass es in Bad Arolsen gar keinen Bedarf gebe, regelmäßig an Sonntag alle Geschäfte zu öffnen.

Van der Horst: „Die Sonntagsruhe ist ein hohes Gut. Das muss man nicht ohne Not opfern. Deshalb habe ich da auch nicht unterschrieben.“   

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