Städtische Mitarbeiter müssen immer wieder Dreck beseitigen

Wald ist keine Müllkippe - Spurensuche nach Verursachern

Ein Kinderspielhaus mit seinen vielen Einzelteilen wurde illegal im Wald entsorgt. ein Mitarbeiter des städtischen Ordnungssamtes dokumentiert die Tat und sucht nach hinweisen auf die Verursacher.
+
Ein Kinderspielhaus mit seinen vielen Einzelteilen wurde illegal im Wald entsorgt. ein Mitarbeiter des städtischen Ordnungssamtes dokumentiert die Tat und sucht nach hinweisen auf die Verursacher.

Bad Arolsen – Zwei Matratzen, illegal entsorgt in der Nähe des Ruheforstes, ein Spielhaus in seine Einzelteile zerlegt und verstreut im Waldstück zwischen Fürstenallee und Landauer Straße. Immer häufiger melden sich verärgerte Leser in der WLZ-Redaktion und weisen auf Fälle von illegaler Müllentsorgung im Wald hin.

Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes nehmen regelmäßig alle gemeldeten Fälle solcher Müllorgien auf, machen Fotos und suchen nach Hinweisen auf die Verursacher.

Für die Einsammlung „wilder Abfälle“ ist der Zweckverband Kommunale Betriebe Nordwaldeck (KBN) zuständig, dieser wird durch die Kollegen aus dem städtischen Bauhof unterstützt.

Hoher Aufwand und Kosten für das Beseitgien der wilden Deponien

Im Jahr 2019 wurden nach Auskunft der Stadtverwaltung rund 160 Kubikmeter „wilde Abfälle“ und knapp 90 Altreifen sowie mit Asbest verseuchte Abfälle aufgefunden und beseitigt. Die Kosten für die Einsammlung und Entsorgung lagen bei rund 6500 Euro.

Eine korrekte Sperrmüllabholung kann über die KBN angemeldet werden. Die Kosten betragen 32 Euro je 2,5 Kubikmeter Sperrmüll.

Keine Laubcontainer mehr am Bauhof

Laubcontainer zur kostenlosen Entsorgung von Herbstlaub werden in diesem Jahr nicht auf dem Gelände des Betriebshofes aufgestellt. Das bestätigte Bürgermeister Jürgen van der Horst auf WLZ-Nachfrage. Der Rathauschef verwies auf das mit der Gemeinde Twiste gemeinsam erweiterte Angebot zur Entsorgung von Baumschnitt und Gartenabfällen auf dem Schredderplatz neben der Kläranlage Twiste.

Das Genehmigungsverfahren für Lagerplätze von Grünabfällen sei so aufwendig, dass man das Verfahren nicht auch noch für ein Zwischenlager am Bauhof durchziehen wolle.

Unabhängig davon ist die Einführung von gelben Tonnen als Ersatz für die Wertstoffsäcke für Verpackungsmüll geplant. Die hierfür zuständige Firma Lobbe wird die gelben Tonnen im Januar und Februar 2021 verteilten. Bis dahin erfolgt die Entsorgung wie gewohnt über die gelben Säcke. (Von Elmar Schulten)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare