Bad Arolsen: Waldeck'sches Diakonissenhaus beschäftigt 360 Mitarbeiter

Waldecker Institution feiert Doppeljubiläum

Bad Arolsen - Das Waldeck‘sche Diakonissenhaus Sophienheim WDS, Träger von zwei namhaften Jugend- und Altenpflegeeinrichtungen mitten in Bad Arolsen, feiert in diesem jahr ein Doppeljubiläum.

Vor 140 Jahren, am 2. März 1864, wurde in Helsen das Sophienheim, die Vorgängereinrichtung des Diakonissenhauses gegründet. Fürstin Helene ließ ein Waisenhauses für Mädchen aus dem Waldecker Land einrichten. Benannt wurde die Einrichtung nach Prinzessin Sophie, der früh verstorbenen Schwester von Prinzessin Emma, der späteren Königin der Niederlande. 15 Jahre später, 1887, wurde das Haus zum Waldeck‘schen Diakonissenhaus umgewidmet. Im Jahr darauf erfolgte der Anschluss an den Kaiserswerther Diakonissenverband und bald darauf der Bau eines neuen Diakonissen-Mutterhauses neben dem Landeskrankenhaus Paulinenhospital. Pastor Friedrich von Bodelschwingh aus Bethel begleitete und förderte das kleine Werk. Mit der Diakonisse Mathilde Kötter entsandte er eine Schwester, die mit großer Tatkraft für den Ausbau des Werkes und für die Lebensordnung der Schwestern sorgte.

Heute ist das WDS Träger von stationärer Pflege in Bad Arolsen und Flechtdorf mit 212 Pflegeplätzen, ambulanter Altenhilfe mit rund 300 Kundinnen und Kunden der Diakoniestation in Nordwaldeck, des Betreuten Wohnens in 13 altengerechten Wohnungen, einer Altenpflegeschule mit bis zu 125 Schülerinnen und Schülern sowie der Kinder- und Jugendhilfe „Sophienheim mit bis zu 42 Kinder- und Jugendlichen. Rund 360 Mitarbeitende finden in diesen Teilen des Werkes Arbeit.

Letzte Diakonisse im Mutterhaus ist Schwester Marlies Grüber, die seit 25 Jahren als Oberin WDS wirkt und zugleich 60 Jahre dem Kaiserswerther Verband angehört. 1952 trat sie in das Mutterhaus in Nonnenweier ein und wurde 1958 eingesegnet. Während zur Blütezeit des Diakonissenhauses bis zu 150 Diakonissen wirkten, gab es in den letzten Jahrzehnten nur noch wenige aktive Diakonissen. Seit 2000 ist auch Schwester Marlies im Ruhestand und war doch bis zum Jahr 2010 noch täglich sechs Stunden im Diakonissenhaus im Büro und am Mittagstisch beschäftigt. Sie ist Anlaufstelle für alle Mitarbeitenden, sie berät den Vorstand und ist Mitglied im Kuratorium. Noch heute ist sie mindestens drei Stunden täglich im Büro.

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