Magistrat richtet Festkommers in der Fürstlichen Reitbahn aus

Wappentorte zum 300 Geburtstag der Stadt Bad Arolsen angeschnitten

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Huch, da ist ja Eichenlaub drauf: Beim Anschneiden der Geburtstagstorte von Konditormeister Heinrich Isenberg (rechts) scherzte Landrat Dr. Reinhard Kubat über die Eichenblätter im Arolser Stadtwappen. Mit dabei: Wittekind Fürst zu Waldeck und Pyrmont (Mitte) , der frühere niederländische Botschafter in Berlin und Warschau, Ron J.M.P. van Dartel (zweiter von links und Bürgermeister Jürgen van der Horst (links).  

Bad Arolsen.  Auf den Tag genau 300 Jahre nach Veröffentlichung der „Fürstlichen Privilegien“, die als Gründungsurkunde für die Stadt Arolsen gelten, hat der Magistrat der Stadt Bad Arolsen zu einem Festkommers in die Fürstliche Reitbahn eingeladen, um den „runden Geburtstag“ würdig zu feiern.

Dabei war das Festwochenende streng genommen nur der Höhepunkt eines an festlichen Anlässen reich gefüllten Jubiläumsjahres. Zwei Buchveröffentlichungen, eine Sonderausstellung mit 300 Kunstwerken aus 300 Jahren, vier Sonderbriefmarken und ein Bastelbogen für ein Schlossmodell aus Pappe hat der Magistrat vom Magistrat eingesetzte Festausschuss bereits auf den Weg gebracht. Mehrer Vortragsabende zu verschiedenen Aspekten der Stadtgründung steuerte der Waldeckische Geschichtsverein bei.

Nun also der Festkommers in der Fürstlichen Reitbahn. Unter den rund 300 Gästen begrüßte Bürgermeister Jürgen van der Horst unter anderem den ehemaligen niederländischen Botschafter in Berlin und Warschau, einen persönlichen Freund von Ex-Bürgermeister Gerhard Schaller, außerdem Landrat Dr. Reinhard Kubat und den Ersten Kreisbeigeordneten Karl-Friedrich Frese, die Landtagsabgeordneten Dr. Daniela Sommer (Grüne) und Armin Schwarz (CDU) sowie die Bürgermeister aus den Nachbargemeinden Volkmarsen und Twistetal, Hartmut Linnekugel und Stefan Dittmann.

Herausragende Persönlichkeiten hervorgebracht

Als Nachfahren des Stadtgründers Friedrich Anton Ulrich begrüßte Bürgermeister van der Horst Fürst Wittekind und Prinz Carl Anton zu Waldeck und Pyrmont und stellte fest, dass die Ansiedlung rund um das frühere Kloster Aroldessen freilich deutlich älter sei als die hier gegründete Stadt Arolsen. Immerhin sei es in Arolsen ein Brautradition bis ins Jahr 1131 nachgewiesen.

Prinz Carl Anton stellte fest, dass es auch heute noch ein Privileg sei, wenn man in einer so schönen Stadt wohne könne. Auch wenn er mit seinen 27 Jahren nicht einmal ein Zehntel der Stadtgeschichte miterlebt habe, könne er doch sagen, wie schön es sei, mitten in der Natur zu leben und doch eine intakte Barockstadt vorzufinden, in der alles so wunderbar ordentlich sei.

Landrat Dr. Reinhard Kubat bekräftigte, dass Bad Arolsen in ihrer Einzigartigkeit schon etwas ganz Besonderes darstelle. Das hänge natürlich mit dem Fürstenhaus und den herausragenden Persönlichkeiten Königin Emma und Fürstin Bathildis zusammen.

Kulturhauptstadt im Landkreis Waldeck-Frankenberg

Die ausgeprägte Museumslandschaft mit Werken ihrer berühmten Söhne Christian Daniel Rauch und den Sprossen der Kaulbach-Familie sei dabei ebenso zu nennen wie das von der Unesco anerkannte Weltdokumentenerbe der Arolsen Archives.

Doch die Stadt labe nicht nur aus der Vergangenheit, sie stelle auch in der Gegenwart ein quicklebendiges Gemeinwesen dar mit Schulen, namhaften Unternehmen von Weltruf und der Schön-Klinik. Er wünsche der Stadt Bad Arolsen eine gedeihliche Entwicklung und dass sie noch vielen Menschen eine schöne Heimat geben möge, die ihren Kindern und Jugendlichen eine gute Zukunft ermögliche.

Impressionen vom Festkommers 300 Jahre Bad Arolsen

300 Jahre Bad Arolsen: Bildergalerie vom Samstagsprogramm

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Impressionen vom Bürgerfest 300 Jahre Bad Arolsen

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