Ähnliche Horrormeldung geistert schon seit zwei Jahren durch Facebook

Warnung massenhaft verbreitet - Polizei sicher: Es gibt keine Giftpfützen am Schlossteich

Bad Arolsen – Eine  Warnmeldung, die gezielt besorgte Hundehalter anspricht, verbreitet sich seit zwei Tagen über mehrere soziale Medien massenhaft in Bad Arolsen. Die WLZ ist der Sache nachgegangen. Die Polizei kann Entwarnung geben.

Angefangen hatte alles vor zwei Tagen mit einem Warnhinweis auf Facebook. Dort warnte eine Hundehalterin, ihr Vierbeiner sei qualvoll gestorben, nachdem er am Schlossteich aus einer Pfütze getrunken habe, die angeblich mit mit Kühlerflüssigkeit vergiftet sei.  In der Folge verbreitete sich die Warnung auch sehr schnell über Whats-App-Gruppen.

Wie weitere Nachfragen der WLZ ergaben, war die Frau, die den ursprünglichen Warnhinweis in Bad Arolsen gegeben hatte, mit ihrem Hund danach nach Süddeutschland gefahren. Dort sei er dann gestorben. Ein Tierarzt habe dort die Vermutung ausgesprochen, dass der Hunde vergiftet worden sein könnte, wahrscheinlich mit dem Zuckerersatzstoff Xylit.

Eine Nachfrage bei der Polizeistation in Bad Arolsen ergab, dass dort kein vergifteter Hund gemeldet wurde. Dafür aber hatte das Ordnungsamt der Stadt die Polizei gebeten, den Gerüchten einmal nachzugehen.

Die Beamten fanden am Schlossteich private Warnhinweise, begutachteten die Pfützen und konnten nichts Verdächtiges feststellen.  Die Warnschilder wurden beseitigt.

"Der ganze Fall ist ein Lehrstück dafür, dass unbewiesene Behauptungen im Internet nicht einfach ungeprüft weiterleitet werden sollten", so Achim Jesinghausen von der Polizeistation Bad Arolsen.  

Auf der Internetseite „giftkoeder-radar“ wurde schon im Februar 2016 eine ähnliche Warnung vor Giftpfützen in Köln ausgesprochen.

Rubriklistenbild: © Elmar Schulten

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