Missverständliche Alarmierung

Warum sind in Bad Arolsen sämtliche Feuerwehrfahrzeuge ausgerückt?

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Sämtliche Fahrzeuge des Bad Arolser Feuerwehrstützpunktes rückten am Sonntagmittag in die Wetterburger Straße aus, um kurz darauf wieder unverrichteter Dinge einzurücken.

Bad Arolsen. Eine missverständlich formulierte Alarmierung hat am Sonntagmittag einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Doch schon nach wenigen Minuten konnten sämtliche ausgerückte Fahrzeuge wieder in den Stützpunkt einrücken. 

Um 12.31 Uhr löste die Leitstelle Waldeck-Frankenberg einen Alarm aus, der sowohl auf ein größere Feuer, als auch auf verletzte Personen hinwies. Außerdem hieß es "Türöffnung, Hilferufe, Zustand nach Sturz."

Daraufhin wurden sämtliche Rettungsfahrzeuge, die im Stützpunkt stationiert sind, inklusive Drehleiter in die Wetterburger Straße geschickt. 

Dort waren bereits zwei Rettungswagen und eine Polizeistreife vor Ort. Tatsächlich war hier eine Hausbewohnerin gestürzt und hatte um Hilfe gerufen. Weil sie noch Essen auf dem Herd hatte, roch es angebrannt. 

Ihre Wohnungstür wurde fachmännisch geöffnet und die Rettungssanitäter versorgten die Verletzte.

Die komplette Stützpunktbesatzung konnte kurz darauf wieder ins Feuerwehrhaus einrücken.

Solche vermeintliche Überreaktion sorgen regelmäßig für Kopfschütteln bei außenstehenden Beobachtern, die sich sonst nur wenig um Feuerwehrarbeit interessieren.. Man möge sich aber einmal vorstellen, wie es wäre, wenn zuerst eine Vorhut die Lage erkunden und dann nachalarmieren müsste. Das würde im Ernstfall wertvolle und lebensrettende Zeit kosten. 

Daher gilt: Lieber mal mit zu vielen Leuten vor als einmal zu schwach besetzt.

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