Erste Bilanz des Pastoralteams in Bad Arolsen 

Was bewirken Hausbesuche in der Kirchengemeinde?

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Meist werden die Hausbesuche gut angenommen und das Pastoralteam - wie hier Elisabeth Mölder - wird auch zu einer Tasse Kaffee eingeladen.

Bad Arolsen. Was will das Pastoralteam der katholischen Gemeinde Bad Arolsen mit den Hausbesuchen erreichen? Eine erste Bilanz

  „Unsere Besuche sind absichtslos. Gespräche stehen im Vordergrund. Wir wollen die Fragen, Nöte und Wünsche der Menschen hören“, beschreibt Pfarrer Peter Heuel die Aktion „Anklopfen“ in der Pfarrei St. Johannes Baptist Bad Arolsen. 

So weit reicht die Gemeinde

Seit Januar hat sich das Pastoralteam um Pfarrer Heuel mit Diakon Michael Thamm und Gemeindereferentin Elisabeth Mölder beinahe jeden Montag auf den Weg gemacht, um die insgesamt 29 Orte der vier politischen Gemeinden innerhalb der Kirchengemeinde mit Hausbesuchen zu erkunden. Den Auftrag, missionarisch im Sinne des Zukunftsbildes für das Erzbistum Paderborn tätig zu sein, nimmt das Trio ernst. 

„Wir begegnen so den Menschen auch mal anders, kommen gut ins Gespräch und können auch Rückschlüsse für unsere Arbeit ziehen“, so Gemeindereferentin Elisabeth Mölder. Seit Januar zieht das Trio montags gemeinsam in einem Ortsteil los, um dann getrennt an den Haustüren anzuklopfen. 

Wie sind die Reaktionen?

20 Minuten Zeit sind einkalkuliert pro Haushalt. Der Umgang sei freundlich, aber es gebe auch mal ein „Nein“. Wenn bei einem Besuch mal kein Bewohner erreicht wird, hinterlässt das Pastoralteam einen Zettel mit dem Hinweis, dass man sich wohl verpasst habe. „Da gibt es sogar Rückmeldungen, dass wir den Besuch nachholen mögen“, freut sich Pfarrer Heuel über die Resonanz. 

In einer Kirchengemeinde der Diaspora gilt es, Distanz zu verringern. Aber bei den Hausbesuchen gehe es nicht unbedingt darum, die Kirche zu füllen, so Pfarrer Heuel. „Allerdings schon der Gedanke, dass Besuchte sich erinnern.“

Was erfahren die Besucher?

 Es sei für die pastorale Arbeit wichtig, etwas über die Wünsche, Nöte oder auch Freuden der Gemeindemitglieder zu erfahren. Pfarrer Heuel: „Wir werden so auf Dinge aufmerksam, die wir sonst gar nicht mitbekommen hätten.“ Auf diese Eindrücke kann das Pastoralteam reagieren, Anregungen aufnehmen oder Hilfestellungen einleiten. 

„Wir erleben offene Menschen, manche warten regelrecht auf unseren Besuch“, freut sich Elisabeth Mölder. Die Hausbesuche könnten über den Sommer hinaus fortgesetzt werden. Parallel finden viele Treffen in der Gemeinde statt, bei denen gemeinsam das „Zukunftsbild“ der Kirchengemeinde erarbeitet wird. (pdp)

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