Mehr als nur heiße Luft

Was macht ein Mengeringhäuser bei der Heißluftschiff-WM am Tegernsee?

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Herrlicher Ausblick: Andreas Pohl als Luftschiffpilot bei der Heißluftschiff-WM am Tegernsee.   

Bad Arolsen/Tegernsee. Endlich hat es geklappt: Nachdem am Freitag und Samstag die ersten Starts bei der Weltmeisterschaft der Luftschiffe am Tegernsee wetterbedingt abgesagt werden musste, hoben am Sonntagmittag acht von neun Teilnehmern zum ersten Wertungslauf ab.

 „Ich bin froh, dass wir endlich gestartet sind“, so das Fazit von „WarsteinAIR“-Pilot Andreas Pohl aus mengeringhausen. Bis Mittwoch stehen nun weitere Aufgaben an, Donnerstag wird der neue Weltmeister gekürt.

Beim morgendlichen Briefing war bereits klar, dass auch am Sonntag das Wetter nicht ganz einfach werden würde. Leichter Schneefall und Hochnebel bereiteten dem Organisationsteam um Helmut Seitz allerdings etwas Sorgenfalten.

Und so musste schließlich - alle Teams hatten bereits ihre Hüllen und Gondeln startbereit auf dem Platz an den ihnen zugewiesenen Positionen in Stellung gebrachten - das ursprünglich geplante Startfenster um gut zwei Stunden nach hinten geschoben werden, denn erst dann ließ das Wetter einen sicheren Start zu.

Ihr Können mussten die Piloten am Sonntag bei einem „Target Race Task“ beweisen: Dabei mussten mehrere Wendepunkte im Süden des Tegernsees angefahren werden, zudem mussten an vier Sellen so genannte Marker, das sind mit 70 Gramm Sand gefüllte, farbige Stoffbeutel mit einem Schweif, in aufgestellte Kinderplanschbecken geworfen werden. Dabei gibt es für jeden „eingelochten“ Marker Punkte.

Vier Minuten verloren

Zudem mussten die Piloten im Vorfeld eine Zeitprognose abgeben - zum einen gibt es Punkte für den schnellsten Piloten, zudem für die exakt eingehaltene Zeit. „Mit 30:50 waren wir sehr nah dran“, so Andreas Pohl vom Warsteiner Happy Ballooning Team, 29:45 Minuten hatten er und Copilot Torsten Sprenger am Morgen auf ihren Aufgabenzettel geschrieben und der Jury übergeben.

Problematisch war, dass man am Anfang eine „Ehrenrunde“ drehen musste, da das Warsteiner Luftschiff am ersten Wendepunkt direkt hinter dem Start einem anderen Luftschiff ausweichen musste.

Die Zeit fehlte am Ende –„da haben wir vier Minuten verloren“, so Pohl - für eine Zieleinfahrt in der prognostizierten Zeit. Den ersten der vier Marker warf man präzise ins Schwimmbecken, bei den anderen drei folgenden entschied man sich für Würfe ohne genaue Anfahrt, da die Punkte für die Zeit mehr ins Gewicht fallen als für das exakte Markern.

„50 Prozent bin ich zufrieden“, so Andreas Pohl. Der Anfang sei nicht gut gelaufen, beim Aufrüsten wurde „der Wind bockiger“, dann fehlte die Konzentration auf den ersten Wendepunkt, die das Ausweichmanöver und die Ehrenrunde zur Folge hatte. Wie das Team aus Warstein am ersten Wertungstag abgeschnitten hat, erfährt das Team am Abend.

(Von Christian Clewing, Warstein)

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